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Aussichten für hypothekenbesicherte Wertpapiere
05.09.13 16:35
Franklin Templeton
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In den letzten Jahren hat die US-Notenbank (FED) mehrere quantitative Lockerungsprogramme aufgelegt, so die Experten von Franklin Templeton.
Die Experten würden glauben, diese Programme hätten sich in fast allen festverzinslichen Ertragssektoren bemerkbar gemacht, insbesondere in Kombination mit Kurzfristzinsen von 0 oder annähernd 0 Prozent. Diese Kombination habe Anleger ermutigt, sich auf der Zinskurve weiter hinaus zu wagen und auf der Suche nach Rendite Abstriche bei der Kreditqualität zu machen.
Über Anleihenankäufe im Rahmen ihrer quantitativen Lockerungsmaßnahmen sei die FED im Markt für hypothekarisch gesicherte Wertpapiere (Mortgage-Backed Securities oder MBS) äußerst aktiv gewesen. Ihre Ankäufe hätten den Markt gestützt. Jüngste Äußerungen der FED hätten jedoch darauf hingedeutet, dass eine Drosselung der quantitativen Lockerungsmaßnahmen bereits früher beginnen könnte, als die Märkte dies erwarten würden. Dadurch sei diese Drosselung, ein schrittweises Zurückfahren überschüssiger Anreize, ins Rampenlicht geraten.
Die Experten würden denken, man könne durchaus davon ausgehen, dass wenn die FED nicht im Markt wäre, die MBS-Preise möglicherweise niedriger und die Fremdkapitalkosten für Immobilienbesitzer höher wären. Man müsse aber auch bedenken, dass die Kaufaktivität der FED jener ähnlich sei, die Fannie Mae und Freddie Mac in der Vergangenheit im Agency-MBS-Markt wahrgenommen hätten. Vor der Finanzkrise seien diese Häuser die dominanten Ankäufer sogenannter Mortgage Passtrough Securities gewesen.
Als MBS-Anleger seien sich die Experten bewusst, wie die FED die Märkte beeinflusst habe. Die Experten würden glauben, dass auch die FED sich der Auswirkungen ihre Aktivitäten auf die Märkte bewusst sei. Der jüngste Zinsanstieg sei Beginn einer langsameren Vorauszahlungsaktivität. Das wiederum werde aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer Reduzierung der Hypothekenbanken führen und somit einem geringeren Angebot von MBS, die die FED ankaufen könne. Diese Situation werde nach Ansicht der Experten wahrscheinlich den Verlauf des Ankaufprogramms der FED beeinflussen und möglicherweise zu einer Strategieänderung führen.
Wir haben bereits gesehen: der Zinsanstieg für zehnjährige US-Staatsanleihen - ein wichtiger Richtwert zur Festlegung von Hypothekenzinsen - hat zu höheren Zinsen für Wohnimmobilien geführt, so die Experten von Franklin Templeton. Jüngste Auswertungen von Hypothekenanträgen würden zeigen, dass trotz des Zinsanstiegs die Kaufaktivität nicht zurückgegangen sei.
Allerdings hätten sich Refinanzierungsaktivitäten vermindert. Das habe zu einer rückläufigen Vorauszahlungsaktivität bei Hypotheken geführt. Höhere Renditen in letzter Zeit aufgrund steigender Zinsen hätten zu niedrigeren Preisen und einer geringeren Vorauszahlungsaktivität bei einigen Agency-MBS geführt. Dadurch sei der Markt für Agency-MBS für die Experten auf Grundlage des relativen Werts zum ersten Mal seit langem wieder attraktiver geworden.
Außerdem würden die Experten das aktuelle Niveau der zehnjährigen US-Staatsanleihen angesichts des Wirtschaftswachstums und den Inflationserwartungen in den USA für angebrachter halten, als es noch vor ein paar Monaten gewesen sei. Das jüngste Zinsniveau schaffe nach Meinung der Experten unter Anlegern mehr Vertrauen, dass die Finanzmärkte wieder die Zinsen bestimmen und nicht mehr von der FED künstlich niedrig gehalten würden.
Während die Angebot- und Nachfragebedingungen des Marktes generell positiv gewesen seien, würden sich viele Marktbeobachter fragen, was die FED ersetzen solle, wenn sie erst einmal damit beginne, ihre Ankäufe zurückzufahren. Nach Erfahrung der Experten hätten institutionelle Anleger in der Vergangenheit immer Platz für hochwertige MBS in ihren Portfolien zu finden geschienen.
Die Experten hätten auch eine höhere ausländische Nachfrage von großen Institutionen, wie Zentralbanken, nach einer Diversifizierung von in US-Dollar geführten Basispositionen beobachten können. Einige Beobachter würden außerdem spekulieren, dass Institutionen aufgrund der Entscheidung der japanischen Regierung, ihr eigenes quantitatives Lockerungsprogramm aufzulegen, an ertragreicheren Alternativen interessiert sein könnten.
Ihr Schwerpunkt wirtschaftliche Fundamentaldaten mache die Experten zuversichtlich: MBS würden wohl ihren relativen Wert halten. Die Experten würden weiterhin glauben, die US-Wirtschaft sei in einem annehmbaren Zustand. Obwohl die Arbeitslosigkeit auch weiterhin hartnäckig hoch bleibe, hätten Verbraucher ihre Verschuldung reduziert. Der Immobilienmarkt erhole sich. Unternehmen würden nach Ansicht der Experten über reichliche Liquidität und gesunde Bilanzen verfügen.
Die Experten würden nicht glauben, dass es in so einem Klima zu drastischen Zinserhöhungen kommen werde. Sie würden auch nicht glauben, dass die FED schon bereit sei ihre Nullzinspolitik zu ändern. Nach Meinung der Experten werde es, selbst wenn die FED die Drosselung einleiten sollte, auch weiterhin Anleger geben, die an hochwertigen Vermögenswerten mit langer Duration interessiert seien. (Perspektiven August 2013) (05.09.2013/alc/a/a)
Die Experten würden glauben, diese Programme hätten sich in fast allen festverzinslichen Ertragssektoren bemerkbar gemacht, insbesondere in Kombination mit Kurzfristzinsen von 0 oder annähernd 0 Prozent. Diese Kombination habe Anleger ermutigt, sich auf der Zinskurve weiter hinaus zu wagen und auf der Suche nach Rendite Abstriche bei der Kreditqualität zu machen.
Über Anleihenankäufe im Rahmen ihrer quantitativen Lockerungsmaßnahmen sei die FED im Markt für hypothekarisch gesicherte Wertpapiere (Mortgage-Backed Securities oder MBS) äußerst aktiv gewesen. Ihre Ankäufe hätten den Markt gestützt. Jüngste Äußerungen der FED hätten jedoch darauf hingedeutet, dass eine Drosselung der quantitativen Lockerungsmaßnahmen bereits früher beginnen könnte, als die Märkte dies erwarten würden. Dadurch sei diese Drosselung, ein schrittweises Zurückfahren überschüssiger Anreize, ins Rampenlicht geraten.
Die Experten würden denken, man könne durchaus davon ausgehen, dass wenn die FED nicht im Markt wäre, die MBS-Preise möglicherweise niedriger und die Fremdkapitalkosten für Immobilienbesitzer höher wären. Man müsse aber auch bedenken, dass die Kaufaktivität der FED jener ähnlich sei, die Fannie Mae und Freddie Mac in der Vergangenheit im Agency-MBS-Markt wahrgenommen hätten. Vor der Finanzkrise seien diese Häuser die dominanten Ankäufer sogenannter Mortgage Passtrough Securities gewesen.
Als MBS-Anleger seien sich die Experten bewusst, wie die FED die Märkte beeinflusst habe. Die Experten würden glauben, dass auch die FED sich der Auswirkungen ihre Aktivitäten auf die Märkte bewusst sei. Der jüngste Zinsanstieg sei Beginn einer langsameren Vorauszahlungsaktivität. Das wiederum werde aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer Reduzierung der Hypothekenbanken führen und somit einem geringeren Angebot von MBS, die die FED ankaufen könne. Diese Situation werde nach Ansicht der Experten wahrscheinlich den Verlauf des Ankaufprogramms der FED beeinflussen und möglicherweise zu einer Strategieänderung führen.
Allerdings hätten sich Refinanzierungsaktivitäten vermindert. Das habe zu einer rückläufigen Vorauszahlungsaktivität bei Hypotheken geführt. Höhere Renditen in letzter Zeit aufgrund steigender Zinsen hätten zu niedrigeren Preisen und einer geringeren Vorauszahlungsaktivität bei einigen Agency-MBS geführt. Dadurch sei der Markt für Agency-MBS für die Experten auf Grundlage des relativen Werts zum ersten Mal seit langem wieder attraktiver geworden.
Außerdem würden die Experten das aktuelle Niveau der zehnjährigen US-Staatsanleihen angesichts des Wirtschaftswachstums und den Inflationserwartungen in den USA für angebrachter halten, als es noch vor ein paar Monaten gewesen sei. Das jüngste Zinsniveau schaffe nach Meinung der Experten unter Anlegern mehr Vertrauen, dass die Finanzmärkte wieder die Zinsen bestimmen und nicht mehr von der FED künstlich niedrig gehalten würden.
Während die Angebot- und Nachfragebedingungen des Marktes generell positiv gewesen seien, würden sich viele Marktbeobachter fragen, was die FED ersetzen solle, wenn sie erst einmal damit beginne, ihre Ankäufe zurückzufahren. Nach Erfahrung der Experten hätten institutionelle Anleger in der Vergangenheit immer Platz für hochwertige MBS in ihren Portfolien zu finden geschienen.
Die Experten hätten auch eine höhere ausländische Nachfrage von großen Institutionen, wie Zentralbanken, nach einer Diversifizierung von in US-Dollar geführten Basispositionen beobachten können. Einige Beobachter würden außerdem spekulieren, dass Institutionen aufgrund der Entscheidung der japanischen Regierung, ihr eigenes quantitatives Lockerungsprogramm aufzulegen, an ertragreicheren Alternativen interessiert sein könnten.
Ihr Schwerpunkt wirtschaftliche Fundamentaldaten mache die Experten zuversichtlich: MBS würden wohl ihren relativen Wert halten. Die Experten würden weiterhin glauben, die US-Wirtschaft sei in einem annehmbaren Zustand. Obwohl die Arbeitslosigkeit auch weiterhin hartnäckig hoch bleibe, hätten Verbraucher ihre Verschuldung reduziert. Der Immobilienmarkt erhole sich. Unternehmen würden nach Ansicht der Experten über reichliche Liquidität und gesunde Bilanzen verfügen.
Die Experten würden nicht glauben, dass es in so einem Klima zu drastischen Zinserhöhungen kommen werde. Sie würden auch nicht glauben, dass die FED schon bereit sei ihre Nullzinspolitik zu ändern. Nach Meinung der Experten werde es, selbst wenn die FED die Drosselung einleiten sollte, auch weiterhin Anleger geben, die an hochwertigen Vermögenswerten mit langer Duration interessiert seien. (Perspektiven August 2013) (05.09.2013/alc/a/a)


