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Auf einen Blick: Das Klima an den Finanzmärkten wird rauer
14.03.18 11:45
Nordea Asset Management
Stockholm (www.anleihencheck.de) - Die Investoren bekommen immer stärker den Gegenwind durch die straffere Geldpolitik der US-Notenbank zu spüren, so die Experten von Nordea Asset Management.
Nach Ansicht des Vermögensverwalters Nordea Asset Management sollten sie sich auf unruhigere Zeiten an den Weltbörsen einstellen und ihre Strategie bei Anleihen überdenken.
Der starke Rückgang der Aktienkurse im Februar sei nach Einschätzung von Witold Bahrke, Senior-Stratege bei Nordea Asset Management, ein Weckruf für die Anleger gewesen. Für sie sei es eine Erinnerung daran, dass die Phase geringer Kursschwankungen an den Finanzmärkten dem Ende zugehe. "Das gilt nicht nur für die Aktienmärkte, sondern in gleicher Weise auch für die Anleihekurse wie der starke Anstieg der implizierten Volatilität bei US-Aktien und -Staatsanleihen in den vergangenen Wochen zeigt", beobachte Bahrke.
"Der fundamentale Grund dafür ist, dass die großen Notenbanken ihren Berg an Staatsanleihen, den sie im Zuge ihrer quantitativen Lockerungsmaßnahmen angehäuft haben, zum Jahresende hin wahrscheinlich abbauen werden. Für die Finanzmärkte bedeutet das: Das Klima wird rauer werden - und das werden die Anleger zu spüren bekommen."
Bahrke zufolge stünden die Investoren dabei vor einer Art Quadratur des Kreises. Denn wenn sich die Bondrenditen von ihrer langjährigen Tiefphase lösen würden, werde die Volatilität von Aktien und Bonds steigen. Reflexartig Zuflucht in erstklassigen Staatsanleihen zu suchen - klassischerweise ein sicherer Hafen in unruhigen Zeiten - würde dann nur unzureichenden Schutz vor steigender Volatilität bieten.
"Besonders langlaufende Anleihen sind anfällig für Kursausschläge, da sich die Inflation konjunkturzyklisch bedingt zumindest kurzfristig beleben dürfte", prognostiziere Bahrke. "Das gilt umso mehr, als dass die Laufzeitprämie langlaufender US-Staatsanleihen auf einem historischen Tief liegt. Konsequenterweise rangiert daher die Sorge vor einem Kursrutsch bei Anleihen ausgelöst durch einen allgemeinen Zinsanstieg ganz oben bei vielen Anlegern."
Einen Ausweg in dieser Situation biete eine Strategie, die auf kurzlaufende, vergleichsweise sichere Anleihen wie etwa Covered Bonds setze. "Damit schützen sich Anleger sowohl vor dem Zinsänderungsrisiko als auch vor einem Anstieg der Volatilität über alle Anlageklassen hinweg", empfehle der Nordea-Experte. "Gleichzeitig bieten Covered Bonds einen - wenn auch in absoluten Zahlen geringen - Renditevorteil gegenüber Staatsanleihen mit vergleichbarer Laufzeit, ohne dass Anleger Kompromisse bei der Kreditqualität eingehen müssen. Und Fakt ist: Eine solche Strategie hat während der Kursturbulenzen im Februar mit die besten Ergebnisse gebracht." (14.03.2018/alc/a/a)
Nach Ansicht des Vermögensverwalters Nordea Asset Management sollten sie sich auf unruhigere Zeiten an den Weltbörsen einstellen und ihre Strategie bei Anleihen überdenken.
Der starke Rückgang der Aktienkurse im Februar sei nach Einschätzung von Witold Bahrke, Senior-Stratege bei Nordea Asset Management, ein Weckruf für die Anleger gewesen. Für sie sei es eine Erinnerung daran, dass die Phase geringer Kursschwankungen an den Finanzmärkten dem Ende zugehe. "Das gilt nicht nur für die Aktienmärkte, sondern in gleicher Weise auch für die Anleihekurse wie der starke Anstieg der implizierten Volatilität bei US-Aktien und -Staatsanleihen in den vergangenen Wochen zeigt", beobachte Bahrke.
Bahrke zufolge stünden die Investoren dabei vor einer Art Quadratur des Kreises. Denn wenn sich die Bondrenditen von ihrer langjährigen Tiefphase lösen würden, werde die Volatilität von Aktien und Bonds steigen. Reflexartig Zuflucht in erstklassigen Staatsanleihen zu suchen - klassischerweise ein sicherer Hafen in unruhigen Zeiten - würde dann nur unzureichenden Schutz vor steigender Volatilität bieten.
"Besonders langlaufende Anleihen sind anfällig für Kursausschläge, da sich die Inflation konjunkturzyklisch bedingt zumindest kurzfristig beleben dürfte", prognostiziere Bahrke. "Das gilt umso mehr, als dass die Laufzeitprämie langlaufender US-Staatsanleihen auf einem historischen Tief liegt. Konsequenterweise rangiert daher die Sorge vor einem Kursrutsch bei Anleihen ausgelöst durch einen allgemeinen Zinsanstieg ganz oben bei vielen Anlegern."
Einen Ausweg in dieser Situation biete eine Strategie, die auf kurzlaufende, vergleichsweise sichere Anleihen wie etwa Covered Bonds setze. "Damit schützen sich Anleger sowohl vor dem Zinsänderungsrisiko als auch vor einem Anstieg der Volatilität über alle Anlageklassen hinweg", empfehle der Nordea-Experte. "Gleichzeitig bieten Covered Bonds einen - wenn auch in absoluten Zahlen geringen - Renditevorteil gegenüber Staatsanleihen mit vergleichbarer Laufzeit, ohne dass Anleger Kompromisse bei der Kreditqualität eingehen müssen. Und Fakt ist: Eine solche Strategie hat während der Kursturbulenzen im Februar mit die besten Ergebnisse gebracht." (14.03.2018/alc/a/a)


