Erweiterte Funktionen
Anleihenrallye - Der Markt erwartet weitere Zinssenkungen der EZB und hat diese bereits eingepreist
05.07.19 09:15
Legal & General IM
London (www.anleihencheck.de) - Die -0,40 Prozent bei der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen müssen im Zusammenhang mit den negativen kurzfristigen Renditen gesehen werden, so Chris Jeffery, Asset Allocation Strategist bei Legal and General Investment Management (LGIM), zu der gestrigen Anleihenrallye.
Der Markt erwarte weitere Zinssenkungen der EZB und habe diese bereits eingepreist. Das bedeute, dass langfristige Renditen immer noch eine Prämie im Vergleich zu kurzfristigen Renditen aufweisen würden. Die Renditen bei zweijährigen Bundesanleihen seien auf -0,75 Prozent gesunken. Die gleichzeitige Rallye bei Aktien und Anleihen lasse sich nur mit einer grundlegenden Veränderung der globalen Reaktionsfunktion der Zentralbanken erklären. Die reale Inflation habe in den vergangenen fünf Jahren die Erwartungen immer wieder unterschritten. Der Einbruch der erwarteten Inflation (sowohl bei marktbasierten als auch bei umfragebasierten Kennzahlen) habe in den vergangenen Monaten das Fass zum Überlaufen gebracht. Jahrelang sei die Unterschreitung der Inflation entschuldigt und verharmlost worden. Nun hätten die Herren der Preisstabilität beschlossen, dass sie es nicht mehr hinnehmen könnten, die Ziele zu verfehlen. (Ausgabe vom 04.07.2019) (05.07.2019/alc/a/a)
Der Markt erwarte weitere Zinssenkungen der EZB und habe diese bereits eingepreist. Das bedeute, dass langfristige Renditen immer noch eine Prämie im Vergleich zu kurzfristigen Renditen aufweisen würden. Die Renditen bei zweijährigen Bundesanleihen seien auf -0,75 Prozent gesunken. Die gleichzeitige Rallye bei Aktien und Anleihen lasse sich nur mit einer grundlegenden Veränderung der globalen Reaktionsfunktion der Zentralbanken erklären. Die reale Inflation habe in den vergangenen fünf Jahren die Erwartungen immer wieder unterschritten. Der Einbruch der erwarteten Inflation (sowohl bei marktbasierten als auch bei umfragebasierten Kennzahlen) habe in den vergangenen Monaten das Fass zum Überlaufen gebracht. Jahrelang sei die Unterschreitung der Inflation entschuldigt und verharmlost worden. Nun hätten die Herren der Preisstabilität beschlossen, dass sie es nicht mehr hinnehmen könnten, die Ziele zu verfehlen. (Ausgabe vom 04.07.2019) (05.07.2019/alc/a/a)


