Anleihenmärkte am Mittag: schwache Tendenz


01.08.12 13:55
anleihencheck.de

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Ausgenommen der Meldung, dass am Vormittag Bundesobligationen zu sehr niedrigen Zinsen versteigert wurden, haben die Kurse deutscher Anleihen ohne weitere Impulse im Vorfeld von FED-Entscheidungen deutlich nachgegeben.

Der Euro-Bund-Future fiel bis zum Mittag um 0,47% auf 143,89 Punkte. Der Bobl Future (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) lag um 0,13% leichter auf 127,58 Punkten. Der Schatz Future (ISIN DE0009652669 / WKN 9652669) notierte mit 110,92 Punkten um 0,02% unter Vortagesniveau. Die Gemeinschaftswährung legte bis zum Mittag zu, als die Cross-Rate EUR/USD bei 1,2310 um 0,15% höher lag.

Der RDAX für Unternehmensanleihen (ISIN DE000A0C3743 / WKN A0C374) lag gegenüber dem Vortag um 0,07% leichter auf 102,760 Punkten. Die im RDAX gefasste 5%ige Unternehmensanleihe (EO-MTN) (ISIN XS0173501379 / WKN 970661) der BMW Finance B.V. notierte zur Mittagsstunde auf 118,60% um 0,01% höher. Damit errechnet sich für das mit einem Moody's-Anleiherating von "A2" bewertete und am 06.08.2018 zur Rückzahlung fällige Papier eine Rendite von 1,72%. Der Automobilkonzern BMW konnte im zweiten Quartal erneut mit einem Anstieg bei Umsatz und Absatz aufwarten, musste jedoch einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Wie der Konzern am Mittwoch verkündete, lag der Umsatz mit 19,20 Mrd. Euro um 7,3 Prozent über dem Vorjahreswert von 17,89 Mrd. Euro. Dabei verbesserte sich der Absatz auf 475.011 Modelle, was gegenüber dem Vorjahreswert von 450.608 Fahrzeugen einem Plus von 5,4 Prozent entspricht.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde ein Rückgang auf 2,27 Mrd. Euro ausgewiesen, nach 2,80 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Die operative Marge im Konzern lag damit bei 11,8 Prozent. Beim Konzernüberschuss verzeichnete der Münchener Autobauer einen Rückgang auf 1,28 Mrd. Euro, nach 1,78 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, hieß es.

Im Segment der Unternehmensanleihen lag der Bondm-Index für in Euro denominierte Mittelstandsanleihen an der Börse Stuttgart heute Mittag mit -0,05% etwas leichter auf 96,13 Punkten. Das Index-Schwergewicht, die Unternehmensanleihe ((ISIN DE000A1EWGX1 / WKN A1EWGX) 7,25% bis 28.09.2015) von Dürr, lag zum Mittag in einer Geld-Brief-Spanne von 111,55% zu 112,10%. Die Dürr AG hat im zweiten Quartal bei Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis weiter zugelegt. Wie der Maschinen- und Anlagenbauer am Mittwoch bekannt gab, habe man neben der regen Nachfrage aus den Wachstumsmärkten vor allem von Aufträgen der Automobilindustrie in Amerika und Europa profitiert.

So verbesserte sich der Umsatz auf 600,9 Mio. Euro, nach 424,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Auftragseingang wurde ein Anstieg auf 725,2 Mio. Euro verbucht, nach 643,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichnete der Konzern einen Anstieg auf 42,7 Mio. Euro, nach 24,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nachsteuergewinn verbesserte sich auf 26,8 Mio. Euro, nach 14,2 Mio. Euro im Vorjahresquartal, so die Meldung.

Die weiteren Schwergewichte des Bondm, die Unternehmensanleihe ((ISIN DE000A1A29T7/ WKNA1A29T) 9,25% bis 01.12.2015) von 3W Power verzeichnete ein deutliches Minus von 0,93% auf 80,25%; die Unternehmensanleihe ((ISIN DE000AB100A6 / WKN AB100A) 8,5% bis 10.11.2015) von Air Berlin gab mit -0,16% auf 96,50% nach. Für die Unternehmensanleihe ((ISIN DE000A1H3J67 / WKN A1H3J6) 7,25% bis 01.04.2016) der German Pellets GmbH lag zum Mittag die Geld-Brief-Spanne bei 101,00% zu 101,75%. (01.08.2012/alc/a/a)