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Anleihenmärkte: Warten auf Kreditereignis
09.03.12 14:29
anleihencheck.de
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der deutsche Anleihemarkt steht unverändert im Zeichen des Schuldenschnitt in Griechenland. Dass der Forderungsverzicht erzwungen werden muss, wird von Händlerseite als Makel empfunden. Die Kreditausfallversicherungen, die nun ausgelöst werden dürften, sorgten für neue Unsicherheit. Der richtungweisende Euro-Bund-Future (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) stellte sich gegen Mittag mit - 1,21% auf 138,31 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag zuletzt bei 1,8%. Der Bobl Future (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) stellte sich mit -1,27% auf 124,16 Punkte. Der RDAX für Unternehmensanleihen (ISIN DE000A0C3743 / WKN A0C374) konnte sich erneut mit +0,04% auf 101,38 Punkten behaupten. Der DAX zeigte sich zum Mittag mit +0,23% auf 6.850,13 Punkten ebenfalls behauptet.
Am Morgen hat die griechische Regierung die Annahmequote ihres Angebots zum Umtausch von Staatsanleihen vorgelegt, wonach 83,5% der privaten Gläubiger dem Forderungsverzicht zugestimmt haben. Da aber 90% angestrebt waren, hat die Regierung angekündigt, unwillige Privatgläubiger durch so genannte Collective Action Clauses (CAC) zur Beteiligung zu zwingen. Dadurch ergebe sich eine Quote von 95,7% des ausstehenden Kapitals. Dies löse Beobachtern zufolge auch die Zahlungspflicht für die Kreditausfallversichungen (CDS) aus. Dies hatte die Politik bislang nahezu verzweifelt zu verhindern versucht.
Die 4,625%ige MTN-Anleihe von Henkel notierte mit +0,03% bei 106,86%. Bei der Endfälligkeit zum 19.03.2014 ermittelt sich daraus eine Rendite von 1,18%. Henkel bestätigte mit der Veröffentlichung der Zahlen für 2011, am diesjährigen Ziel einer bereinigten EBIT-Marge von 14% festzuhalten. Die Analysten von Independent Research, die ihre Erwartungen bei den 2011er Zahlen auf operativer Ebene erfüllt und auf der Nettoebene sogar übertroffen gesehen hätten, würden sich hinsichtlich des Erreichens des Margenziels nach wie vor skeptisch zeigen.
Die 3,25%ige MTN-Anleihe von BMW Finance N.V. (ISIN XS0583801997 / WKN A1GLL5) notierte gegen Mittag unverändert bei 105,85%. Bei der Endfälligkeit zum 28.01.2016 ermittelt sich daraus eine Rendite von 1,68%. BMW hat gestern die vorläufige Daten zum vergangenen Geschäftsjahr bekannt gegeben: Umsatz 68,821 Mrd. EUR (+13,8%), operatives Ergebnis (EBIT) 8,018 Mrd. EUR (+56,9%), Jahresüberschuss 4,907 Mrd. EUR (+51,3%), Dividendenvorschlag 2,30 EUR je Aktie (Vorjahr: 1,30 EUR). Die vorgelegten Eckdaten hätten nach Ansicht der Analysten der National-Bank AG insbesondere ergebnisseitig etwas unterhalb der Prognosen gelegen. Angesichts der Verbuchung relativ hoher Vorlaufkosten für neue Modelle im vierten Quartal messe man diesem Umstand jedoch nur untergeordnete Bedeutung bei. Die Umsatzrendite im Autogeschäft habe 11,8% nach 8,0% im Jahr 2010 erreicht und damit nur knapp unterhalb der Konsensprognose von 11,9 % gelegen.
Der BondM-Index für Mittelstandsanleihen (ISIN DE000SLA0BX3 / WKN SLA0BX) konnte sich zum Mittag mit +0,27% auf 99,35% erneut verbessern. (09.03.2012/alc/a/a)
Am Morgen hat die griechische Regierung die Annahmequote ihres Angebots zum Umtausch von Staatsanleihen vorgelegt, wonach 83,5% der privaten Gläubiger dem Forderungsverzicht zugestimmt haben. Da aber 90% angestrebt waren, hat die Regierung angekündigt, unwillige Privatgläubiger durch so genannte Collective Action Clauses (CAC) zur Beteiligung zu zwingen. Dadurch ergebe sich eine Quote von 95,7% des ausstehenden Kapitals. Dies löse Beobachtern zufolge auch die Zahlungspflicht für die Kreditausfallversichungen (CDS) aus. Dies hatte die Politik bislang nahezu verzweifelt zu verhindern versucht.
Die 3,25%ige MTN-Anleihe von BMW Finance N.V. (ISIN XS0583801997 / WKN A1GLL5) notierte gegen Mittag unverändert bei 105,85%. Bei der Endfälligkeit zum 28.01.2016 ermittelt sich daraus eine Rendite von 1,68%. BMW hat gestern die vorläufige Daten zum vergangenen Geschäftsjahr bekannt gegeben: Umsatz 68,821 Mrd. EUR (+13,8%), operatives Ergebnis (EBIT) 8,018 Mrd. EUR (+56,9%), Jahresüberschuss 4,907 Mrd. EUR (+51,3%), Dividendenvorschlag 2,30 EUR je Aktie (Vorjahr: 1,30 EUR). Die vorgelegten Eckdaten hätten nach Ansicht der Analysten der National-Bank AG insbesondere ergebnisseitig etwas unterhalb der Prognosen gelegen. Angesichts der Verbuchung relativ hoher Vorlaufkosten für neue Modelle im vierten Quartal messe man diesem Umstand jedoch nur untergeordnete Bedeutung bei. Die Umsatzrendite im Autogeschäft habe 11,8% nach 8,0% im Jahr 2010 erreicht und damit nur knapp unterhalb der Konsensprognose von 11,9 % gelegen.
Der BondM-Index für Mittelstandsanleihen (ISIN DE000SLA0BX3 / WKN SLA0BX) konnte sich zum Mittag mit +0,27% auf 99,35% erneut verbessern. (09.03.2012/alc/a/a)
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