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Anleihenmärkte: Verschiebung des "Tapering" führt zur Erholung


07.11.13 16:28
Pioneer Investments Austria

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Verschiebung des "Tapering" (Reduktion der Anleihenkäufe der FED), das vom Markt schon fix eingepreist war, hat zu einer Erholung des US-Treasury Markets geführt, die sich aufgrund der Einigung um die Schuldenobergrenze in den USA noch verstärkte, so die Experten von Pioneer Investments Austria.

Nachdem die Zinsen 10-jähriger US-Treasuries von Anfang Mai bis Anfang September von 1,3% auf 3,0% gestiegen seien, was zu Kursverlusten von ca. 7% geführt habe, seien die Renditen wieder auf 2,55% zurückgegangen. Davon habe auch der deutsche Rentenmarkt profitiert. Nach einem Anstieg der Renditen 10-jähriger Bundesanleihen von 1,15% bis auf 2,08% seien die Renditen wieder unter 1,7% gefallen.

Die vergangenen Renditeanstiege seien fundamental begründet. Die Flucht in die Qualität und die massive Unterstützung der Notenbanken habe die Renditen auf historische Tiefstände gedrückt. Mit einer Stabilisierung der Eurokrise, einer Konjunkturerholung in den USA und erstmals wieder positiven Wirtschaftsdaten in der Eurozone (erstes positives Wirtschaftswachstum im 2. Quartal seit dem 3. Quartal 2011) habe die Flucht in die sicheren Staatsanleihen der USA und Deutschlands abgenommen.

Die schrittweise erwartete Rücknahme des quantitativen Easings durch die FED und erwartete erste FED-Zinserhöhungen im Jahr 2015 würden dazu führen, dass die längerfristigen Anleihen beginnen würden, diese Entwicklungen einzupreisen. Derzeit unterstütze die niedrige Inflation (Eurozone 0,7%, USA 1,2%) die Anleihenmärkte. Im Oktober habe der Euro-Staatsanleihenmarkt um 1,4% zulegen können, Spanien (+1,7%) habe neben Irland (+2,5%) am stärksten zulegen können, Italien sei mit +2,7% nach Beendigung der Regierungskrise Outperformer gewesen.

Auch im Oktober hätten Unternehmensanleihen (+1,1% bzw. +2,6% seit Jahresanfang) und High Yield Anleihen (+2,2% bzw. +8,2% seit Jahresanfang) ihre Outperformance fortsetzen können. EMU-Staatsanleihen seit Jahresanfang: +2,5%. (Ausgabe November 2013) (07.11.2013/alc/a/a)