Anleihenmärkte: Bund-Future zum Mittag unter Druck


08.03.12 14:51
anleihencheck.de

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Anleihenmarkt steht heute im Zeichen einer wachsenden Zuversicht, dass der griechische Schuldenschnitt reibungslos verlaufen wird. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future sank im Mittagshandel um 0,19% auf 140,01 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,8%. Der Bobl Future (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) stellte sich mit -0,04% auf 125,73 Punkte sowie der RDAX für Unternehmensanleihen (ISIN DE000A0C3743 / WKN A0C374) mit +0,07% auf 101,335 Punkten. Im Gegensatz zu den Anleihen-Indices hat der DAX zum Mittag um 2,1% auf 6.813 Punkte zugelegt.

Die Gläubiger haben bis zum Abend Zeit, auf das Angebot der griechischen Regierung einzugehen. Kreditanalysten halten eine Annahmequote von 75 bis 80 Prozent für wahrscheinlich. Bei einer Annahmequote von 66 Prozent können die Griechen dann auch unwillige Kreditgeber zur Teilnahme zwingen. In diesem Fall dürften sie damit allerdings auch die Kreditausfallversicherungen auslösen. Ein Analyst der LBBW habe dazu geäußert, dass im Falle der Aufrechnung der Positionen das Volumen der Kreditausfallversicherungen mit gut 3 Milliarden Euro nicht mehr sehr hoch sei. Allerdings bleibe dabei unklar, wie sich das auf die einzelnen Häuser verteilte, was das Risiko erhöhe.

Die 4,125%ige Medium Term Note von Daimler bis 19.01.2017 stellt sich aktuell mit einer Veränderung von -0,05% auf 110,03%, was einer Rendite von 1,94% entspricht. Daimler hatte eine Investorenveranstaltung in Boston und New York abgehalten. Dabei stand das Thema Wachstum im Mittelpunkt. Daimler verspricht sich bei Mercedes einen deutlichen Umsatzschub durch die neue Modellreihe. Nach Einschätzung der Analysten von J.P. Morgan Cazenove dürften die Investmentkosten des Konzerns 2012 und 2013 auf hohem Niveau bleiben, bevor sich 2014 ein Rückgang einstellen werde.

Die 4,625%ige Medium Term Note von RWE Finance B.V. (ISIN XS0196302425 / WKN A0DAN1) bis 23.07.2014 stellt sich aktuell mit einer Veränderung von -0,03% auf 107,50%, was einer Rendite von 1,39% entspricht. Die vom Energiekonzern für 2011 veröffentlichten Ergebniszahlen hätten nach Ansicht der Analysten von Independent Research auf operativer bzw. bereinigter Ebene im Rahmen der bzw. über ihren Prognosen gelegen. Dabei habe der Konzern die eigene Zielsetzung für 2011 erfüllt. Hinter den Schätzungen zurückgeblieben sei hingegen der Dividendenvorschlag von 2 EUR je Aktie. Das RWE-Management hatte die Prognosen für das Geschäftsjahr 2013 angehoben. Die EPS-Vorgabe wurde deutlich um 32% auf 4,10 EUR nach oben gesetzt.

Der BondM-Index für Mittelstandsanleihen (ISIN DE000SLA0BX3 / WKN SLABX) stand zum Mittag bei 99,29 Punkten (+0,20%). (08.03.2012/alc/a/a)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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