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Anleihen: Verschiebung des "Tapering" führt zu Erholung der Anleihenmärkte


08.10.13 12:06
Pioneer Investments Austria

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Verschiebung des "Tapering" (Reduktion der Anleihenkäufe der FED), das vom Markt schon fix eingepreist war, hat zu einer Erholung des US-Treasury Markets geführt, so die Experten von Pioneer Investments Austria.

Nachdem die Zinsen zehnjähriger US-Treasuries von Anfang Mai bis Anfang September von 1,3% auf 3,0% gestiegen seien, was zu Kursverlusten von ca. 7% geführt habe, seien die Renditen wieder auf 2,6% zurückgegangen. Davon habe auch der deutsche Rentenmarkt profitiert. Nach einem Anstieg der Renditen zehnjähriger Bundesanleihen von 1,15% bis auf 2,08% seien die Renditen wieder unter 1,8% gefallen.

Die vergangenen Renditeanstiege seien fundamental begründet. Die Flucht in die Qualität und die massive Unterstützung der Notenbanken habe die Renditen auf historische Tiefstände gedrückt. Mit einer Stabilisierung der Eurokrise, einer Konjunkturerholung in den USA und erstmals wieder positiven Wirtschaftsdaten in der Eurozone (erstes positives Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal seit dem dritten Quartal 2011) habe die Flucht in die sicheren Staatsanleihen der USA und Deutschlands abgenommen.

Die schrittweise erwartete Rücknahme des quantitativen Easings durch die FED und erwartete erste FED-Zinserhöhungen im Jahr 2015 würden dazu führen, dass die längerfristigen Anleihen beginnen würden, diese Entwicklungen einzupreisen.

Im September habe der Euro-Staatsanleihenmarkt um 0,7% zulegen können, Spanien (+1,62%) habe neben Irland (+1,77%) am stärksten zulegen können, Italien sei mit +0,94% Nachzügler gewesen. In Italien habe sich die Befürchtung einer Regierungskrise (Berlusconi habe angekündigt, seine Unterstützung der Regierung zu beenden) negativ ausgewirkt. Premier Letta habe erst in letzter Sekunde durch eine Vertrauensabstimmung im Parlament eine Krise abwenden können (viele Abgeordnete des Berlusconi-Blocks unter der Führung seines Ziehsohns Angelo Alfano würden den Kurs Lettas unterstützen).

Auch im September hätten Unternehmensanleihen (+0,65% bzw. +1,4% seit Jahresanfang) und High Yield-Anleihen (+1,1% bzw. +5,9% seit Jahresanfang) ihre Outperformance fortsetzen können. EMU-Staatsanleihen seit Jahresanfang: +1,1%.

Die Experten von Pioneer Investments Austria bleiben untergewichtet in Staatsanleihen der Kernländer und weiterhin übergewichtet in Euro-Unternehmensanleihen. (08.10.2013/alc/a/a)