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Anleihen: Renditen fallen wieder
22.11.19 16:30
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Handelskonflikt bewegte in dieser Woche einmal mehr die Anlegergemüter, so die Deutsche Börse AG.
Im Raum stehe die Frage, ob für Mitte Dezember angedrohte zusätzlichen Zölle auf US-Importe chinesischer Waren trotz möglichem Ausbleiben einer Teileinigung verschoben würden. Folge man den Worten Donald Trumps, scheine es für viele Analysten kaum vorstellbar, dass Washington ohne sichtbare Verhandlungserfolge von den Strafzöllen absehe.
Auch der vom US-amerikanischen Senat beschlossene Gesetzesentwurf zur Unterstützung der Hongkonger Demokratiebewegung belaste laut Helaba die Gespräche. China stufe den Vorstoß als unverhohlene Einmischung in innere Angelegenheiten ein. Sollte der US-Präsident das Gesetz unterschreiben, werde China dies wohl nicht einfach hinnehmen.
Anleger würden mit Käufen von Anleihen bonitätsstarker Länder wie Deutschland reagieren. Der Euro-Bund-Future habe im Wochenverlauf die Marke von 171 Prozent überstiegen. Am Morgen notiere der Future um 171,69 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen würden damit laut ICF Bank eine Rendite von minus 0,373 Prozent bringen.
Von der ersten Rede in ihrer Rolle als EZB-Präsidentin scheinen Anleger kaum Notiz zu nehmen. Christine Lagarde habe in Frankfurt am Morgen eine baldige Überprüfung der EZB-Strategie angekündigt. Nach Ansicht von Jörg Krämer von der Commerzbank könnte mit der neuen Amtsinhaberin wider Erwarten doch eine Änderung in der Europäischen Geldpolitik stattfinden.
Zum Jahresausklang seien viele Unternehmen mit der Ausgabe neuer Bonds aktiv. Heute ende die Zeichnungsfrist für eine fünfjährige Jung, DMS & Cie. Pool-Anleihe (ISIN DE000A2YN1M1 / WKN A2YN1M) mit einem Kupon von 5,5 Prozent. Eine neue, fünfjährige Anleihe der Deutschen Rohstoff mit einem jährlichen Zins von 5,25 Prozent könne noch bis zum 4. Dezember gezeichnet werden.
Bis voraussichtlich zum 12. Februar 2020 laufe die Zeichnungsphase für zwei Angebote der SeniVita Social Estate (ISIN DE000A2YPAL9 / WKN A2YPAL, ISIN DE000A2YPAM7 / WKN A2YPAM) mit Kupons von 7,0 bzw. 9,0 Prozent und Fälligkeiten in 2024 und 2025.
Die Preos Real Estate AG begebe eine im Dezember fällige Wandelanleihe (ISIN DE000A254NA6 / WKN A254NA) im Volumen von bis zu 300 Millionen Euro und zahle Käufern einen Kupon von 7,50 Prozent. Die Zeichnung laufe noch bis zum 4.Dezember.
Im Handel mit bestehenden Bonds hätten Nachrichten rund um Thyssen zunächst Abgaben von Anleihen des Essener Unternehmens (ISIN DE000A2TEDB8 / WKN A2TEDB) ausgelöst, wie Gregor Daniel von der melde. "Nach anfänglichen Verlusten hat sich der Wert wieder etwas gefangen", berichte der Händler von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Dennoch habe das Papier auf Wochensicht von gut 104 auf 101,7 Prozent verloren. Die gestrichene Dividende für Aktionäre komme Anleihe-Gläubigern nach Ansicht von Daniel übrigens eher entgegen. Für sie stehe damit mehr Geld zur Verfügung.
Von einem Papier der österreichischen OMV würden sich Anleger laut Daniel tendenziell verabschieden. Kaufnachfrage verbuche Händler nach einem im Oktober 2026 fälligen VW-Wert (ISIN XS1893631769 / WKN A2LQ6C) mit einer jährlichen, nominalen Verzinsung von 2,25 Prozent. Rege hin und her gehe es mit einer im Oktober 2023 fälligen DIC Asset-Anleihe, die Anlegern jährlich 3,5 Prozent Zinsen bringe.
Sehr volatil gehe es laut Rainer Petz von der Oddo Seydler Bank in einer unbegrenzt laufenden Fuerstenberg Capital II-Anleihe (ISIN DE000A0EUBN9 / WKN A0EUBN) der NordLB zu. "Wir verbuchen sehr viele Käufe und Verkäufe." Der Bond habe eine "wilde Reise" hinter sich, notiere aber mittlerweile wieder knapp unter 80 Prozent. (22.11.2019/alc/a/a)
Im Raum stehe die Frage, ob für Mitte Dezember angedrohte zusätzlichen Zölle auf US-Importe chinesischer Waren trotz möglichem Ausbleiben einer Teileinigung verschoben würden. Folge man den Worten Donald Trumps, scheine es für viele Analysten kaum vorstellbar, dass Washington ohne sichtbare Verhandlungserfolge von den Strafzöllen absehe.
Auch der vom US-amerikanischen Senat beschlossene Gesetzesentwurf zur Unterstützung der Hongkonger Demokratiebewegung belaste laut Helaba die Gespräche. China stufe den Vorstoß als unverhohlene Einmischung in innere Angelegenheiten ein. Sollte der US-Präsident das Gesetz unterschreiben, werde China dies wohl nicht einfach hinnehmen.
Anleger würden mit Käufen von Anleihen bonitätsstarker Länder wie Deutschland reagieren. Der Euro-Bund-Future habe im Wochenverlauf die Marke von 171 Prozent überstiegen. Am Morgen notiere der Future um 171,69 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen würden damit laut ICF Bank eine Rendite von minus 0,373 Prozent bringen.
Von der ersten Rede in ihrer Rolle als EZB-Präsidentin scheinen Anleger kaum Notiz zu nehmen. Christine Lagarde habe in Frankfurt am Morgen eine baldige Überprüfung der EZB-Strategie angekündigt. Nach Ansicht von Jörg Krämer von der Commerzbank könnte mit der neuen Amtsinhaberin wider Erwarten doch eine Änderung in der Europäischen Geldpolitik stattfinden.
Bis voraussichtlich zum 12. Februar 2020 laufe die Zeichnungsphase für zwei Angebote der SeniVita Social Estate (ISIN DE000A2YPAL9 / WKN A2YPAL, ISIN DE000A2YPAM7 / WKN A2YPAM) mit Kupons von 7,0 bzw. 9,0 Prozent und Fälligkeiten in 2024 und 2025.
Die Preos Real Estate AG begebe eine im Dezember fällige Wandelanleihe (ISIN DE000A254NA6 / WKN A254NA) im Volumen von bis zu 300 Millionen Euro und zahle Käufern einen Kupon von 7,50 Prozent. Die Zeichnung laufe noch bis zum 4.Dezember.
Im Handel mit bestehenden Bonds hätten Nachrichten rund um Thyssen zunächst Abgaben von Anleihen des Essener Unternehmens (ISIN DE000A2TEDB8 / WKN A2TEDB) ausgelöst, wie Gregor Daniel von der melde. "Nach anfänglichen Verlusten hat sich der Wert wieder etwas gefangen", berichte der Händler von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Dennoch habe das Papier auf Wochensicht von gut 104 auf 101,7 Prozent verloren. Die gestrichene Dividende für Aktionäre komme Anleihe-Gläubigern nach Ansicht von Daniel übrigens eher entgegen. Für sie stehe damit mehr Geld zur Verfügung.
Von einem Papier der österreichischen OMV würden sich Anleger laut Daniel tendenziell verabschieden. Kaufnachfrage verbuche Händler nach einem im Oktober 2026 fälligen VW-Wert (ISIN XS1893631769 / WKN A2LQ6C) mit einer jährlichen, nominalen Verzinsung von 2,25 Prozent. Rege hin und her gehe es mit einer im Oktober 2023 fälligen DIC Asset-Anleihe, die Anlegern jährlich 3,5 Prozent Zinsen bringe.
Sehr volatil gehe es laut Rainer Petz von der Oddo Seydler Bank in einer unbegrenzt laufenden Fuerstenberg Capital II-Anleihe (ISIN DE000A0EUBN9 / WKN A0EUBN) der NordLB zu. "Wir verbuchen sehr viele Käufe und Verkäufe." Der Bond habe eine "wilde Reise" hinter sich, notiere aber mittlerweile wieder knapp unter 80 Prozent. (22.11.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,4266 € | 125,1945 € | 0,2321 € | +0,19% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 132,00 € | 124,26 € | |
Werte im Artikel
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie



