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Anleihen: Moderate Erwartungen für 2014


03.04.14 16:50
Franklin Templeton

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Ungefähr im Verlauf des vergangenen Jahres hat sich unser Vermögensmix stärker zu Aktien verlagert und das wird sicherlich auch weiter so bleiben, so die Experten von Franklin Templeton.

Hintergrund sei die Ansicht der Experten, dass die Möglichkeiten zur Erzielung von Einkünften und die Aussichten auf die Gesamtrendite im Laufe der Zeit bei der Vermögensklasse Aktien gegenüber festverzinslichen Einkommen ein höheres positives Potenzial aufweisen würden. Allerdings hätten die Experten während der vergangenen sechs Monate auch mehr Gelegenheiten zum Ankauf von Anleihen finden können, obwohl sie ihre recht erhebliche Bevorzugung von Aktien beibehalten hätten.

Nach Meinung der Experten sei die relative Attraktivität der Renditen im Aktienmarkt mit vielen Bereichen des Anleihenmarkts vergleichbar oder sogar besser - selbst nach dem Rückgang der langfristigen Zinsen, den die Experten jüngst in den USA hätten beobachten können. Wir wissen alle, welche Auswirkungen steigende Zinsen generell auf Anleihenkurse haben können, so die Experten von Franklin Templeton. Die Experten möchten aber auch anmerken, dass die jüngsten Zinsanstiege eine Reaktion auf die positiven Wachstumssignale in den USA und in Europa gewesen seien.

Nach Ansicht der Experten würden sich US-Unternehmen in einer ausgezeichneten Position befinden. Sie hätten von einer recht stabilen Nachfrage und soliden Gewinnen profitieren können. Hinzu komme die hohe Kapitalverfügbarkeit - die Experten hätten dies insbesondere in den Märkten für Unternehmensanleihen beobachtet - und ein vielseitiges Unternehmensspektrum, was Branchenarten und Kreditqualität betreffe.

Die Experten würden denken, Unternehmen seien sehr bestrebt die Aufmerksamkeit von Bilanzen - ein wichtiger Aspekt des Wachstums während der letzten Jahre und sicherlich im Rahmen der Überwindung der Finanzkrise - fort und auf die Schaffung von Shareholder Value zu lenken. Das Dividendenwachstum sei dabei ein wichtiger Aspekt.

Die Experten würden daher denken, es werde auch weiterhin, zusammen mit Aktienrückkäufen, einen wichtigen Faktor im Aktienmarkt darstellen. Außerdem biete ein Unternehmensumfeld, das ein förderliches Klima für strategische Verschmelzungen und Übernahmen schaffe, Unternehmen weitere Möglichkeiten zur Schaffung von Shareholder Value.

Die Finanzmärkte hätten in letzter Zeit Volatilitätsspitzen aufgewiesen. Die Experten würden erwarten, dass solche Phasen 2014 im Vergleich zu 2013, als die Volatilität nach Meinung der Experten ungewöhnlich niedrig gewesen sei, vermehrt auftreten würden. Nach Ansicht der Experten seien US-Aktien Mitte März angemessen bewertet gewesen. Die Experten würden sich daher auch weiter auf mehrjährige, säkularisierte Themen konzentrieren, die ihrer Meinung nach über das Potenzial verfügen würden, das Umsatzwachstum zu steigern.

Eine dieser Dynamiken seien die Neuinvestitionen, die derzeit an der industriellen Basis in den USA getätigt würden. Grund hierfür seien die zahlreichen Wege über die Firmen versuchen würden die zunehmende Öl- und Erdgasförderung in den USA für sich zu nutzen. Neue Technologien und Methoden zur Förderung von Öl und Gas in den USA seien Umsatztreiber für die Entwickler dieser Technologien sowie für Erschließungsunternehmen, Raffinerien, Produzenten, Industrie- und Chemieunternehmen.

Obwohl die Experten kein einzelnes, dominantes Sektorthema herausstellen würden, das bestimmt, wie die Experten die Portfolios positionieren würden, hätten sich Anfang 2014 einige attraktive Gelegenheiten im Energiesektor ergeben. Die Experten hätten das Engagement in Unternehmen, die mit dem Energiesektor vv verbunden seien, erhöht, da sie in mehreren Branchensegmenten des Sektors Wert sehen würden - von Erschließungsunternehmen und Produzenten im Bereich Öl und Erdgas bis zu Unternehmen, die sich mit der Förderung, Raffinerie und dem Vertrieb von Kraftstoffen und Petroleum-Nebenprodukten befassen würden.

Das Wachstum des Energiesektors in den USA in den letzten Jahren sei beeindruckend gewesen und habe positiv zu dem konstruktiven Standpunkt der Experten beigetragen. Aber Wachstum komme nicht ohne Rückschläge und gewisse Anlaufschwierigkeiten. So könnten die Experten zum Beispiel beobachten, wie enorme Transport- und Vertriebsengpässe entstünden, während die "Energie-Renaissance" in den USA Fahrt gewinne. Dadurch würden die Nutzung des Binnenangebots und die Kraftstoffexporte aus den USA steigen, was die Wirtschaftsleistung stärke.

Die rasant zunehmenden Förderleistungen im Bereich Öl und Gas in den USA würden sich nicht in den traditionellen Fördergebieten, sondern in eher nicht herkömmlichen Schieferregionen finden. Das Infrastruktursystem in den USA, so auch das Netz zur Beförderung von Energie, die Raffinerien und Export-Terminals an der Golfküste seien noch nicht perfekt aufeinander abgestimmt. Die Experten würden denken, diese Situation schaffe erhebliche Anlagegelegenheiten in der gesamten Branche, insbesondere bei Dienstleistern.

Obwohl die Aktienmärkte sich in jüngster Zeit bereits auf Rekordwerten bewegt hätten, hätten die Experten auch in anderen Sektoren potenziell attraktive Anlagen finden können, einschließlich den Materialien. Insbesondere Metall- und Bergbauunternehmen würden sich stärker auf Kosteneinsparungen und die Durchführung von Selbsthilfemaßnahmen konzentrieren. Unter den Produzenten in den Bereichen Chemikalien und diversifizierte Metalle würden diverse Unternehmen nach Meinung der Experten von einer Kombination aus attraktiven Dividendenerträgen und einem neuen Schwerpunkt, nämlich der Durchführung fundamentaler Veränderungen in ihrem operativen Geschäft profitieren.

Informationstechnologie (IT) sei ein weiterer erwähnenswerter Sektor, da es sich hierbei um einen Bereich handle, der traditionell nicht von hohen Dividendenerträgen gekennzeichnet sei. Dieser Trend habe sich in den letzten Jahren geändert. Das sei der Grund dafür, dass die Experten diese Unternehmen in ihre Strategie mit aufgenommen hätten. Viele IT-Unternehmen scheinen inzwischen den Wert von Dividendenausschüttungen und Dividendenwachstum für Aktionäre erkannt zu haben, so die Experten von Franklin Templeton.

Was die Dividendenaussichten betreffe, seien die Experten stark von der Gesamtrendite und der Spanne der in den Märkten - sowohl den Aktien-, als auch den Anleihenmärkten - verfügbaren Erträge abhängig. Die Experten hätten beobachten können, wie die Renditen sich seit ihren Tiefstständen 2013 in Relation zur Benchmark zehnjährige US-Schatzanleihen beinahe verdoppelt hätten. Das habe der Strategie der Experten einige neue Möglichkeiten eröffnet.

Jüngste Zinsrückgänge hätten die Anleihenpreise nach unten gezwungen, insbesondere die von Unternehmensanleihen mit längeren Laufzeiten, was wiederum die Zahl der potenziellen Möglichkeiten der Experten vergrößere. Insgesamt hätten die Experten für Anleihen moderate Erwartungen für 2014.

Die Experten würden denken, ein starker Anstieg von Zinsen und Zahlungsausfällen sei unwahrscheinlich. Die Experten würden sich auch weiterhin stark auf die Maximierung der Erträge konzentrieren und gleichzeitig versuchen Wertpapiere zu identifizieren, von denen sie denken würden, sie würden langfristigen Wert bieten. (Perspektiven März 2014) (03.04.2014/alc/a/a)