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Anleihen-Handel: Renditen tendieren gen Süden
04.02.19 10:15
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Eine von der US-Notenbank in Aussicht gestellte Zinserhöhungspause sowie Signale einer womöglich später beginnenden Normalisierung der EZB-Geldpolitik beleben die Nachfrage nach Staatsanleihen guter Bonität, so die Deutsche Börse AG.
Den europäischen Währungshütern würden die jüngsten makroökonomischen Kennzahlen Kopfzerbrechen bereiten. Nach den mit 0,2 Prozent unter Erwarten gestiegenen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2018 bleibe auch die Inflation im Euroraum zum Jahresbeginn mit 1,4 Prozent hinter den Projektionen zurück. Für das Gesamtjahr rechne die HSBC mit einer gemeinsamen Teuerung von 1,3 Prozent, was deutlich unter dem Ziel der Europäischen Zentralbanker von 2 Prozent liege.
Investoren, die immer noch an eine baldige Normalisierung der Leitzinsen in der Eurozone geglaubt hätten, seien nach Ansicht von Klaus Stopp von der Baader Bank in der letzten Woche eines Besseren belehrt worden. Dem Euro-Bund-Future hätten die Auslassungen der Notenbanken Rückenwind für den Sprung über die Marke von 165 Prozent verliehen.
Auf die Aussage des US-Präsidenten, mit China "den größten Deal aller Zeiten" erreichen zu könnten, würden Anleger eher abwartend reagieren. Konkrete Ergebnisse hätten die zweitägigen Gespräche in Washington nicht gebracht. Immerhin, im Februar scheinen Finanzminister Mnuchin und der Handelsbeauftragte Lighthizer zwecks Fortsetzung der Verhandlungen eine Reise nach Peking zu planen, so die Deutsche Börse AG. Ohne Fortschritte stünden allerdings nach wie vor ab 1. März höhere Zölle auf chinesische Importe im Raum.
Über eine bis 2. April 2024 laufende Anleihe (ISIN GR0114031561 / WKN A2RXBM) habe sich Griechenland erstmals seit Ende des EU-Stabilitätsprogramms wieder erfolgreich über den Kapitalmarkt finanziert. Athen biete Anlegern mit jährlich 3,4 Prozent Zinsen den höchsten Kupon im Euroraum in diesem Laufzeitband. Zum Vergleich zahle Italien für fünfjährige Bonds eine Rendite von 1,54 und Portugal 0,42 Prozent, wie Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank anmerke. Analysten hätten im Vorfeld der Emission mit Zinsen zwischen 3,5 bis 3,7 Prozent gerechnet. Die Nachfrage von 10 Milliarden Euro habe das zunächst geplante Angebot von zwei Milliarden Euro um das Fünffache überstiegen, obwohl die großen Ratingagenturen griechischen Staatsanleihen ein Investment-Grade versagen würden. Athen habe daraufhin das Emissionsvolumen auf 2,5 Milliarden Euro erhöht. Daniel rate zu größerer Aufmerksamkeit und erinnere daran, dass sich Anleger an griechischen Staatsanleihen schon einmal die Finger verbrannt hätten.
Im Handel mit Unternehmensanleihen würden Nord LB-Bonds in der Umsatzstatistik von Rainer Petz wie in der Vorwoche einen vorderen Rang belegen. Der Händler der Oddo Seydler Bank spreche von erhöhter Nachfrage nach einer unbegrenzt laufenden Fuerstenberg Capital II-Anleihe (ISIN DE000A0EUBN9 / WKN A0EUBN) mit einem Kupon von 5,625 Prozent. Der Bond habe sich seit gestern von 55 auf 60 Prozent verteuert. Auch einen mit 6,0 Prozent verzinsten Wert der angeschlagenen Bank hätten sich Investoren verstärkt ins Depot gelegt.
Petz sehe einen Zusammenhang, mit Medienberichten über einen positiven Beschluss der Sparkassengruppe, rund 1,2 Milliarden Euro zur Rettung der Nord LB beizutragen. Die Mittel würden demnach zu je einem Drittel aus Töpfen der Landesbanken, norddeutschen Sparkassen und den bundesweiten Sparkassenfonds kommen. 2,5 Milliarden Euro müssten Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zuschießen, die rund 65 Prozent der Nord LB halten würden . Diese Lösung erübrige womöglich eine Beteiligung der interessierten US-Finanzinvestoren Cerberus und Centerbridge.
Die von Volkswagen in der laufenden Woche emittierten neuen Bonds im Volumen von insgesamt 2,5 Milliarden Euro hätten Petz zufolge Anlegerinteresse in Höhe von fast 10 Milliarden Euro generiert. Für Laufzeiten von drei (ISIN XS1944388856 / WKN A1X3P7), fünf (ISIN XS1944390241 / WKN A1X3P8) und sieben Jahren (ISIN XS1944390597 / WKN A1X3P9) biete der Wolfsburger Autobauer Investoren jährliche Zinsen in Höhe von 1,25 Prozent, 1,875 Prozent und 2,5 Prozent Zinsen. Der Kupon eines im August fälligen, 300 Millionen Euro schweren Floater (ISIN XS1944384350 / WKN A1X3P6) liege 1,47 Prozent über dem vierteljährlichen Euribor. (Ausgabe vom 01.02.2019) (04.02.2019/alc/a/a)
Den europäischen Währungshütern würden die jüngsten makroökonomischen Kennzahlen Kopfzerbrechen bereiten. Nach den mit 0,2 Prozent unter Erwarten gestiegenen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2018 bleibe auch die Inflation im Euroraum zum Jahresbeginn mit 1,4 Prozent hinter den Projektionen zurück. Für das Gesamtjahr rechne die HSBC mit einer gemeinsamen Teuerung von 1,3 Prozent, was deutlich unter dem Ziel der Europäischen Zentralbanker von 2 Prozent liege.
Investoren, die immer noch an eine baldige Normalisierung der Leitzinsen in der Eurozone geglaubt hätten, seien nach Ansicht von Klaus Stopp von der Baader Bank in der letzten Woche eines Besseren belehrt worden. Dem Euro-Bund-Future hätten die Auslassungen der Notenbanken Rückenwind für den Sprung über die Marke von 165 Prozent verliehen.
Über eine bis 2. April 2024 laufende Anleihe (ISIN GR0114031561 / WKN A2RXBM) habe sich Griechenland erstmals seit Ende des EU-Stabilitätsprogramms wieder erfolgreich über den Kapitalmarkt finanziert. Athen biete Anlegern mit jährlich 3,4 Prozent Zinsen den höchsten Kupon im Euroraum in diesem Laufzeitband. Zum Vergleich zahle Italien für fünfjährige Bonds eine Rendite von 1,54 und Portugal 0,42 Prozent, wie Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank anmerke. Analysten hätten im Vorfeld der Emission mit Zinsen zwischen 3,5 bis 3,7 Prozent gerechnet. Die Nachfrage von 10 Milliarden Euro habe das zunächst geplante Angebot von zwei Milliarden Euro um das Fünffache überstiegen, obwohl die großen Ratingagenturen griechischen Staatsanleihen ein Investment-Grade versagen würden. Athen habe daraufhin das Emissionsvolumen auf 2,5 Milliarden Euro erhöht. Daniel rate zu größerer Aufmerksamkeit und erinnere daran, dass sich Anleger an griechischen Staatsanleihen schon einmal die Finger verbrannt hätten.
Im Handel mit Unternehmensanleihen würden Nord LB-Bonds in der Umsatzstatistik von Rainer Petz wie in der Vorwoche einen vorderen Rang belegen. Der Händler der Oddo Seydler Bank spreche von erhöhter Nachfrage nach einer unbegrenzt laufenden Fuerstenberg Capital II-Anleihe (ISIN DE000A0EUBN9 / WKN A0EUBN) mit einem Kupon von 5,625 Prozent. Der Bond habe sich seit gestern von 55 auf 60 Prozent verteuert. Auch einen mit 6,0 Prozent verzinsten Wert der angeschlagenen Bank hätten sich Investoren verstärkt ins Depot gelegt.
Petz sehe einen Zusammenhang, mit Medienberichten über einen positiven Beschluss der Sparkassengruppe, rund 1,2 Milliarden Euro zur Rettung der Nord LB beizutragen. Die Mittel würden demnach zu je einem Drittel aus Töpfen der Landesbanken, norddeutschen Sparkassen und den bundesweiten Sparkassenfonds kommen. 2,5 Milliarden Euro müssten Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zuschießen, die rund 65 Prozent der Nord LB halten würden . Diese Lösung erübrige womöglich eine Beteiligung der interessierten US-Finanzinvestoren Cerberus und Centerbridge.
Die von Volkswagen in der laufenden Woche emittierten neuen Bonds im Volumen von insgesamt 2,5 Milliarden Euro hätten Petz zufolge Anlegerinteresse in Höhe von fast 10 Milliarden Euro generiert. Für Laufzeiten von drei (ISIN XS1944388856 / WKN A1X3P7), fünf (ISIN XS1944390241 / WKN A1X3P8) und sieben Jahren (ISIN XS1944390597 / WKN A1X3P9) biete der Wolfsburger Autobauer Investoren jährliche Zinsen in Höhe von 1,25 Prozent, 1,875 Prozent und 2,5 Prozent Zinsen. Der Kupon eines im August fälligen, 300 Millionen Euro schweren Floater (ISIN XS1944384350 / WKN A1X3P6) liege 1,47 Prozent über dem vierteljährlichen Euribor. (Ausgabe vom 01.02.2019) (04.02.2019/alc/a/a)
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, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie



