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Anleihen-Handel: Renditen steigen wieder
28.08.20 16:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach dem gestrigen Auftritt von US-Notenbankchef Jerome Powell im Rahmen des jährlichen Treffens der Wirtschafts- und Finanzelite in Jackson Hole rätseln Marktteilnehmer über die Auswirkungen des nun propagierten Strategiewechsels, so die Deutsche Börse AG.
Was würde ein an mittel- bis langfristigen Durchschnitten orientiertes, flexibles Inflationsmodell bedeuten? Viele Analysten sähen darin auf lange Sicht potenziell steigende Teuerungsraten. Höhere Preise würden laut Helaba zudem von der krisenbedingt stark zunehmenden öffentlichen Verschuldung und des damit einhergehenden dynamisch steigenden Geldmengenwachstums begleitet.
Für Folker Hellmeyer von Solvecon signalisiere die Federal Reserve ein längeres Festhalten an den Niedrigzinsen und ebne den Weg für weitere mögliche QE-Maßnahmen. Dem Arbeitsmarkt werde vor der Inflation oberste Priorität eingeräumt. Darin bestehe eine wesentliche Änderung der bisherigen Geldpolitik.
Nachdem deutsche Staatsanleihen gestern zunächst zugelegt hätten, hätten sie nach der Rede Powells ins Minus gedreht. Seit dem Wochenhoch von 177,25 Prozent am Montagmorgen sei der Euro-Bund-Future auf 175,26 Prozent gefallen. Das entspreche einer Rendite von minus 0,39 Prozent für zehnjährige Bundesanleihen. Die Renditen von Anleihen gleicher Laufzeit anderer Euroländer hätten ebenfalls meist zugelegt.
Den Handel mit Unternehmensanleihen würden Händler als saisonal bedingt überschaubar beschreiben. Meldungen über die mögliche Kündigung einer unbegrenzt laufenden, nachrangigen Fuerstenberg Capital II-Anleihe (ISIN DE000A0EUBN9 / WKN A0EUBN) mache Rainer Petz von der Oddo Seydler Bank für die Käufe und anschließenden Verkäufe verantwortlich. "Anleger spekulierten zunächst auf eine Rückzahlung von 100 Prozent." Das Papier sei zwischenzeitlich von 66 auf über 70 Prozent gestiegen, aktuell notiere die Anleihe um 65 Prozent.
Aufgrund von Verlustbeteiligungen an der NORD/LB für das Geschäftsjahr 2019 und der damit verbundenen Herabsetzung der stillen Einlagen seien Gewinnbeteiligungen der Emittentin Fuerstenberg auch für dieses Jahr ausgeschlossen. Dies wiederum habe Auswirkungen auf die Ausschüttungen für die Fuerstenberg Capital II-Anleihe. Der Bond setze seit einiger Zeit die Zahlung der Stückzinsen aus. Ob eine vorzeitige Kündigung erfolge, entscheide die NORD/LB.
Gregor Daniel sehe reges Interesse mit überwiegenden Verkäufen an einer mit 1,25 Prozent verzinsten Symrise-Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro, die im November 2025 fällig werde. "Gründe dafür erkenne ich nicht", stelle der Händler der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank fest. Corona zum Trotz habe Symrise seinen Umsatz im ersten Halbjahr im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent steigern können. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände habe sich gar auf 21,6 Prozent erhöht. Die Aktie des Anbieters von Duft- und Geschmackstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen sowie funktionalen Inhaltsstoffen habe erst vor wenigen Tagen ein neues Hoch erreicht.
Kaufnachfrage verbuche Daniel nach einer siebenjährigen Anleihe (ISIN XS1979274708 / WKN A2TR80) von Otto mit einem Kupon von 2,625 Prozent. Der im April 2026 fällige Wert notiere derzeit bei 102,50 Prozent.
Seit Wochenbeginn bis voraussichtlich 8. September befinde sich eine Anleihe von Coreo in der Zeichnung, wie Daniel mitteile. Der Entwickler von deutschen Bestandsimmobilien biete Anlegern 6,75 Prozent Zinsen für fünf Jahre. Das in Frankfurt ansässige Unternehmen ziele auf die Aufnahme von bis zu 30 Millionen Euro. (28.08.2020/alc/a/a)
Was würde ein an mittel- bis langfristigen Durchschnitten orientiertes, flexibles Inflationsmodell bedeuten? Viele Analysten sähen darin auf lange Sicht potenziell steigende Teuerungsraten. Höhere Preise würden laut Helaba zudem von der krisenbedingt stark zunehmenden öffentlichen Verschuldung und des damit einhergehenden dynamisch steigenden Geldmengenwachstums begleitet.
Für Folker Hellmeyer von Solvecon signalisiere die Federal Reserve ein längeres Festhalten an den Niedrigzinsen und ebne den Weg für weitere mögliche QE-Maßnahmen. Dem Arbeitsmarkt werde vor der Inflation oberste Priorität eingeräumt. Darin bestehe eine wesentliche Änderung der bisherigen Geldpolitik.
Nachdem deutsche Staatsanleihen gestern zunächst zugelegt hätten, hätten sie nach der Rede Powells ins Minus gedreht. Seit dem Wochenhoch von 177,25 Prozent am Montagmorgen sei der Euro-Bund-Future auf 175,26 Prozent gefallen. Das entspreche einer Rendite von minus 0,39 Prozent für zehnjährige Bundesanleihen. Die Renditen von Anleihen gleicher Laufzeit anderer Euroländer hätten ebenfalls meist zugelegt.
Aufgrund von Verlustbeteiligungen an der NORD/LB für das Geschäftsjahr 2019 und der damit verbundenen Herabsetzung der stillen Einlagen seien Gewinnbeteiligungen der Emittentin Fuerstenberg auch für dieses Jahr ausgeschlossen. Dies wiederum habe Auswirkungen auf die Ausschüttungen für die Fuerstenberg Capital II-Anleihe. Der Bond setze seit einiger Zeit die Zahlung der Stückzinsen aus. Ob eine vorzeitige Kündigung erfolge, entscheide die NORD/LB.
Gregor Daniel sehe reges Interesse mit überwiegenden Verkäufen an einer mit 1,25 Prozent verzinsten Symrise-Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro, die im November 2025 fällig werde. "Gründe dafür erkenne ich nicht", stelle der Händler der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank fest. Corona zum Trotz habe Symrise seinen Umsatz im ersten Halbjahr im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent steigern können. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände habe sich gar auf 21,6 Prozent erhöht. Die Aktie des Anbieters von Duft- und Geschmackstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen sowie funktionalen Inhaltsstoffen habe erst vor wenigen Tagen ein neues Hoch erreicht.
Kaufnachfrage verbuche Daniel nach einer siebenjährigen Anleihe (ISIN XS1979274708 / WKN A2TR80) von Otto mit einem Kupon von 2,625 Prozent. Der im April 2026 fällige Wert notiere derzeit bei 102,50 Prozent.
Seit Wochenbeginn bis voraussichtlich 8. September befinde sich eine Anleihe von Coreo in der Zeichnung, wie Daniel mitteile. Der Entwickler von deutschen Bestandsimmobilien biete Anlegern 6,75 Prozent Zinsen für fünf Jahre. Das in Frankfurt ansässige Unternehmen ziele auf die Aufnahme von bis zu 30 Millionen Euro. (28.08.2020/alc/a/a)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 132,00 € | 124,26 € | |
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16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie



