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Anleihen der Euro-Peripheriestaaten: Aktienähnliche Erträge
06.05.14 13:36
Pioneer Investments Austria
Wien (www.anleihencheck.de) - US-Treasuries stiegen auch im April (+0,6%), seit Jahresbeginn liegt der US-Treasury Markt +2,3% im Plus, berichten die Experten von Pioneer Investments Austria.
Euro-Peripherieländer seien im April um +1,2% gestiegen. Seit Jahresbeginn sei der Anstieg mit +7,2% noch deutlicher gewesen (im Detail: Spanien +7,5%, Italien +6,7%, Portugal +15,1%). Mit Renditeniveaus um 3% im 10-jährigen Laufzeitenbereich lägen sowohl Spanien als auch Italien auf historischen Tiefständen bei den Zinsen. Dies spiegele einerseits die niedrigen Inflationsraten in diesen Ländern (Italien +0,6%, Spanien -0,2%), aber auch fundamentale Verbesserungen wider (z.B. verfüge Spanien bereits wieder über einen Leistungsbilanzüberschuss nach einem Defizit von -9,6% des BIP vor fünf Jahren).
Auch in Deutschland sei es zu einem Rückgang der Renditen 10-jähriger Bundesanleihen von 1,57% im März auf 1,47% im April gekommen. Die Kernländer seien seit Jahresanfang um 3,7% gestiegen. Die niedrige Inflation (0,7% im April 2014) berge nach wie vor ein Deflationsrisiko. Beim ersten Presse-Briefing 2014 habe Mario Draghi betont, dass "wir ein Mandat haben, die Preisstabilität in beide Richtungen aufrechtzuerhalten". Die EZB werde daher besonders auf die Inflationsentwicklung achten und darauf, dass einzelne Länder innerhalb der Eurozone nicht mit einer zu niedrigen Inflation oder gar einer Deflation leben müssten.
Euro-Unternehmensanleihen (excl. Financials) seien im April um 0,9%, Euro Financials um 0,8% gestiegen. Die Spreads seien nahezu unverändert geblieben, die Underperformance seit Jahresbeginn resultiere aus den kürzeren Laufzeiten gegenüber Staatsanleihen und den damit verbundenen geringeren Kursanstiegen aufgrund der fallenden Zinsen. Euro High Yield-Anleihen lägen seit Jahresbeginn 4,0% im Plus. Die Spreads seien in diesem Zeitraum von 3,5% auf 3,1% gefallen.
Der J.P. Morgan Emerging Markets Bond Index (Staatsanleihen) sei auf Eurobasis 2014 bisher (Stand Ende April) um 4,4% gestiegen. Unternehmensanleihen in den Emerging Markets (J.P. Morgan Corp. Emerging Markets Indices) seien um 2,9% (Investment Grade) bzw. um 1,5% (High Yield) gestiegen. Lokalwährungsanleihen (J.P. Morgan GBI Broad Diversified in EUR) seien um 2,2% (nach -12,9% im Jahr 2013) gestiegen.
Die Experten von Pioneer Investments Austria erwarten ein Auslaufen der Anleihekäufe der US-Notenbank bis zum Herbst und US-Leitzinsen nahe Null auch während der aktuell absehbaren Konjunkturerholung.
Konjunktur-Vorlaufindikatoren würden auf eine moderate Wirtschaftsaktivität in der Eurozone hinweisen. Die Unterauslastung der Wirtschaft in der Eurozone lasse keinen Preisdruck erwarten, die jährliche Inflationsrate sollte sich auf Jahressicht nur um 1% bewegen und auch danach gedämpft bleiben.
Die EZB scheine die aktuelle disinflationäre Phase als vorübergehend zu tolerieren. Ein erneutes Unterschießen der Inflation gegenüber den Erwartungen könnte anleihenfreundliche Reaktionen erwirken. Aufgrund der niedrigen Inflation sei eine Zinssenkung und/oder Geldmengenoperation der EZB in den kommenden Monaten wahrscheinlich. (Ausgabe Mai 2014) (06.05.2014/alc/a/a)
Euro-Peripherieländer seien im April um +1,2% gestiegen. Seit Jahresbeginn sei der Anstieg mit +7,2% noch deutlicher gewesen (im Detail: Spanien +7,5%, Italien +6,7%, Portugal +15,1%). Mit Renditeniveaus um 3% im 10-jährigen Laufzeitenbereich lägen sowohl Spanien als auch Italien auf historischen Tiefständen bei den Zinsen. Dies spiegele einerseits die niedrigen Inflationsraten in diesen Ländern (Italien +0,6%, Spanien -0,2%), aber auch fundamentale Verbesserungen wider (z.B. verfüge Spanien bereits wieder über einen Leistungsbilanzüberschuss nach einem Defizit von -9,6% des BIP vor fünf Jahren).
Auch in Deutschland sei es zu einem Rückgang der Renditen 10-jähriger Bundesanleihen von 1,57% im März auf 1,47% im April gekommen. Die Kernländer seien seit Jahresanfang um 3,7% gestiegen. Die niedrige Inflation (0,7% im April 2014) berge nach wie vor ein Deflationsrisiko. Beim ersten Presse-Briefing 2014 habe Mario Draghi betont, dass "wir ein Mandat haben, die Preisstabilität in beide Richtungen aufrechtzuerhalten". Die EZB werde daher besonders auf die Inflationsentwicklung achten und darauf, dass einzelne Länder innerhalb der Eurozone nicht mit einer zu niedrigen Inflation oder gar einer Deflation leben müssten.
Der J.P. Morgan Emerging Markets Bond Index (Staatsanleihen) sei auf Eurobasis 2014 bisher (Stand Ende April) um 4,4% gestiegen. Unternehmensanleihen in den Emerging Markets (J.P. Morgan Corp. Emerging Markets Indices) seien um 2,9% (Investment Grade) bzw. um 1,5% (High Yield) gestiegen. Lokalwährungsanleihen (J.P. Morgan GBI Broad Diversified in EUR) seien um 2,2% (nach -12,9% im Jahr 2013) gestiegen.
Die Experten von Pioneer Investments Austria erwarten ein Auslaufen der Anleihekäufe der US-Notenbank bis zum Herbst und US-Leitzinsen nahe Null auch während der aktuell absehbaren Konjunkturerholung.
Konjunktur-Vorlaufindikatoren würden auf eine moderate Wirtschaftsaktivität in der Eurozone hinweisen. Die Unterauslastung der Wirtschaft in der Eurozone lasse keinen Preisdruck erwarten, die jährliche Inflationsrate sollte sich auf Jahressicht nur um 1% bewegen und auch danach gedämpft bleiben.
Die EZB scheine die aktuelle disinflationäre Phase als vorübergehend zu tolerieren. Ein erneutes Unterschießen der Inflation gegenüber den Erwartungen könnte anleihenfreundliche Reaktionen erwirken. Aufgrund der niedrigen Inflation sei eine Zinssenkung und/oder Geldmengenoperation der EZB in den kommenden Monaten wahrscheinlich. (Ausgabe Mai 2014) (06.05.2014/alc/a/a)


