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Anleihemärkte: Kurse nachgegeben
30.08.24 08:54
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die positiven US-Konjunkturdaten belasteten gestern etwas die Anleihemärkte, so die Analysten der Nord LB.
Die Kurse hätten nachgegeben.
Die US-Wirtschaft habe in Q2/2024 stärker zugelegt als gedacht. Entgegen der Erwartung sei die erste Schätzung eines BIP-Wachstums von 2,8% nicht nach unten, sondern nach oben auf 3,0% revidiert worden.
Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sei in der vergangenen Woche leicht auf 231.000 (Vorwoche: 233.000) gesunken. Als kritisch und negative Trendwende werde eine Zahl von 270.000 betrachtet.
Die deutsche Inflationsrate sei im August zum ersten Mal seit rund dreieinhalb Jahren unter die Zwei-Prozent-Marke gerutscht. Sie habe nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes bei 1,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat gelegen. Ökonomen hätten im Schnitt mit 2,1% gerechnet, nach 2,3% im Juli. Verantwortlich für den Rückgang seien insbesondere gesunkene Energiepreise gewesen. Sie seien durchschnittlich um 5,1% gesunken, wohingegen die von höheren Lohnabschlüssen getriebenen Dienstleistungspreise um 3,9% zugelegt hätten. Basiseffekte (die Energiepreise seien seit Herbst 2023 gesunken) könnten aber dazu führen, dass die Inflation in den nächsten Monaten wieder etwas anziehe.
Zum Abschluss der Woche stünden in Euroland und in den USA noch wichtige Preisdaten zur Veröffentlichung an. Diese Zahlen hätten natürlich eine hohe Bedeutung für die weiteren geldpolitischen Pläne in den zwei Währungsräumen. Nur sehr große Überraschungen dürften überhaupt das Potenzial haben, Zweifel am Bild von weiteren eher vorsichtigen Zinssenkungen durch EZB und FED aufkommen zu lassen. (30.08.2024/alc/a/a)
Die Kurse hätten nachgegeben.
Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sei in der vergangenen Woche leicht auf 231.000 (Vorwoche: 233.000) gesunken. Als kritisch und negative Trendwende werde eine Zahl von 270.000 betrachtet.
Die deutsche Inflationsrate sei im August zum ersten Mal seit rund dreieinhalb Jahren unter die Zwei-Prozent-Marke gerutscht. Sie habe nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes bei 1,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat gelegen. Ökonomen hätten im Schnitt mit 2,1% gerechnet, nach 2,3% im Juli. Verantwortlich für den Rückgang seien insbesondere gesunkene Energiepreise gewesen. Sie seien durchschnittlich um 5,1% gesunken, wohingegen die von höheren Lohnabschlüssen getriebenen Dienstleistungspreise um 3,9% zugelegt hätten. Basiseffekte (die Energiepreise seien seit Herbst 2023 gesunken) könnten aber dazu führen, dass die Inflation in den nächsten Monaten wieder etwas anziehe.
Zum Abschluss der Woche stünden in Euroland und in den USA noch wichtige Preisdaten zur Veröffentlichung an. Diese Zahlen hätten natürlich eine hohe Bedeutung für die weiteren geldpolitischen Pläne in den zwei Währungsräumen. Nur sehr große Überraschungen dürften überhaupt das Potenzial haben, Zweifel am Bild von weiteren eher vorsichtigen Zinssenkungen durch EZB und FED aufkommen zu lassen. (30.08.2024/alc/a/a)


