Aktienanleihen Plus auf adidas: Ein Plus an Zinsen


06.07.12 13:07
Deutsche Bank db-X markets

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Analysten von Deutsche Bank db-X markets stellen in der aktuellen Ausgabe des "X-press Trends" drei Aktienanleihen Plus (ISIN DE000DE889J9 / WKN DE889J, ISIN DE000DE889H3 / WKN DE889H, ISIN DE000DE889G5 / WKN DE889G) auf die adidas-Aktie vor.

In der aktuellen Niedrigzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten zu finden, sei eine sportliche Aufgabe. Mit einer Aktienanleihe Plus auf den Sportartikelhersteller adidas sei es möglich.

Deutschland habe bei der Fußball-Europameisterschaft gewonnen. Zwar nicht die ganze Nation, aber die kleine Stadt, Herzogenaurach, habe sich trotz der Halbfinalniederlage der Löw-Elf gegen Italien am Ende der EM doch noch gefreut. Denn im Finale seien die Verhältnisse wieder zu Recht gerückt worden: Die spanischen drei Streifen hätten den italienischen Puma "zerlegt".

Wie wichtig sportliche Erfolge bei adidas seien, habe sich bei den Mannschaften gezeigt, die ins Viertelfinale eingezogen hätten: Griechenland-Trikots hätten sich blendend verkauft, spanische und deutsche Trikots hätten die Millionengrenze geknackt. Entsprechend habe Vorstandschef Herbert Hainer die Prognosen im Fußball-Segment von zuvor 1,5 Milliarden Euro (Niveau von 2010) auf nun 1,6 Milliarden Euro angehoben.

Neben Trikots hätten sich auch der EM-Ball Tango 12 und Fußball-Schuhe besser verkauft als erwartet. "Fußball ist die mit Abstand größte Sport art auf der Welt", resümiere Hainer und freue sich über die Vormachtstellung bei den Kickern. Denn im gesamten Sportgeschäft habe der Konkurrent Nike die Nase vorne. Apropos Nike: Der US-Sportartikelhersteller habe mit seinem jüngsten Quartalsergebnis die Prognosen der Analysten verfehlt und habe zum ersten Mal seit 2009 einen Rückgang in einer Dreimonatsperiode hinnehmen müssen.

Sorgen mache den Anlegern vor allem die deutliche Abschwächung bei den Bestellungen für die kommenden Monate in China. Denn im Reich der Mitte nehme die Konkurrenz durch lokale Anbieter zu und es sei fraglich, wie lange die etablierten Konzerne von ihrem guten lmage zehren könnten. Daher komme auch den Quartalszahlen von adidas am 2. August 2012 eine besondere Bedeutung zu, um zu erkennen, wie stark die Rohertragsmarge durch die gestiegenen Rohstoffpreise in Mitleidenschaft gezogen worden sei.

Doch Hainer fechte das im Supersportjahr 2012 bisher nicht an. Die Olympischen Spiele in London stünden vor der Tür: Gute Voraussetzungen, um den Konzernumsatz von 13,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr um die angestrebten zehn Prozent zu steigern. Und um die Wachstumsziele für die kommenden Jahre zu erreichen, blicke er in erster Linie nach Lateinamerika, weil dort sowohl die WM 2014 als auch die Olympischen Spiele 2016 ausgetragen würden.

Erfolg und Misserfolg würden nicht nur bei den Sportlern eng beieinander liegen, sondern auch an der Börse. Die Schuldenkrise in Europa, verbunden mit teilweise überraschenden Maßnahmen der Politik, sorge für eine erhöhte Volatilität an den Märkten.

Wer angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten für Kursrückschläge gewappnet sein möchte, für den könnte die Aktienanleihe Plus auf adidas eine attraktive Anlageform sein. Das Produkt besitze noch eine Restlaufzeit bis zum 27. November 2012. Es sei mit einem Basispreis von 60 Euro und eine Barriere von 41 Euro ausgestattet. Aktuell notiere die adidas-Aktie bei rund 58 Euro und somit mit einem Abstand von knapp 30 Prozent zur Barriere.

Besonders reizvoll sei angesichts der aktuellen Niedrigzinsphase der Zinssatz von 10,8 Prozent pro Jahr. Diese Zinszahlung am Laufzeitende sei dem Anleger sicher, allerdings könne es sein, dass die Rückzahlung der Aktienanleihe selbst nicht zum Nennbetrag erfolge, sondern stattdessen die adidas-Aktie ins Depot gebucht werde.

Die Erklärung: Sofern die Aktie bis zum 27. November die Barriere bei 41 Euro weder berühre noch unterschreite, erhalte der Anleger den Nennbetrag von 1.000 Euro zurück. Dieser setze sich aus 16,666 adidas-Aktien zusammen, die multipliziert mit dem Basispreis von 60 Euro genau 1.000 Euro ergeben würden. Mehr als den Nennbetrag könne er aber nicht erhalten, auch wenn die Aktie deutlich über 60 Euro notieren sollte. Hinzu käme die Zinszahlung von 10,8 Prozent jährlich.

Werde die derzeit komfortabel entfernt liegende Barriere bei 41 Euro bis Laufzeitende dennoch berührt oder unterschritten, dann entscheide der Schlussreferenzstand über die Abrechnung. Notiere die adidas-Aktie unterhalb von 60 Euro, erfolge die Rückzahlung in Form von 16,666 Aktien zum Abrechnungskurs. Damit könnte ein Verlust anfallen. Bei einem Schlussstand oberhalb von 60 Euro erhalte der Anleger hingegen wiederum den Nennbetrag von 1.000 Euro zurück.

Die Aktienanleihe Plus auf die adidas-Aktie eignet sich somit für Anleger, die davon ausgehen, dass die adidas-Aktie bis zum 27. November 2012 seitwärts tendiert oder leicht fällt, so die Analysten von Deutsche Bank db-X markets. (06.07.2012/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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