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Acht Zinsentscheide der Notenbanken
23.06.25 10:54
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der vergangenen Handelswoche stand die Eskalation der Lage im Nahen Osten stärker im Fokus der Finanzmärkte als die Zinsentscheide der Notenbanken, so die Analysten der DekaBank.
Über das Wochenende habe zudem das militärische Eingreifen der USA in den Konflikt zwischen Israel und dem Iran für etwas mehr Nervosität an den Märkten gesorgt. Dennoch seien die Marktreaktionen zum Wochenbeginn insgesamt überschaubar geblieben. Am sichtbarsten seien die moderaten Rückgänge an den Aktienmärkten sowie der Anstieg des Ölpreises.
Insgesamt habe es acht Zinsentscheide in der Vorwoche gegeben und zwar in folgenden Ländern: Japan, USA, Schweden, Brasilien, Vereinigtes Königreich, Norwegen, Schweiz und Türkei. Bei den Industrieländer-Notenbanken lasse sich anhand von drei Zinsentscheiden gut darstellen, wie unterschiedlich derzeit die länderspezifischen Rahmenbedingungen für die Geldpolitik seien. Die US-Notenbank habe ihr Leitzinsintervall erwartungsgemäß bei 4,25% bis 4,50% belassen. Die Botschaft hier laute, dass die unsicheren makroökonomischen Auswirkungen der US-Zollpolitik die Notenbanker in eine abwartende Haltung zwingen würden. Die Norweger hätten trotz einem erhöhten Lohn- und damit Inflationsdruck tatsächlich für eine Überraschung gesorgt. Mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 4,25% hätten sie ihre Leitzinswende etwas früher als erwartet eingeläutet. Damit hätten sie sich als letzte Zentralbank eines Industrielandes dem allgemeinen Zinssenkungstrend angeschlossen. Anders würden die Uhren in der Schweiz ticken, wo die Notenbanker gegen Deflationsrisiken wegen eines starken Schweizer Franken vorgehen müssten und ihren Leitzins mittlerweile auf 0,00% gesenkt hätten. Damit sei perspektivisch eine Rückkehr der Negativzinsen in der Schweiz durchaus denkbar.
Auch in dieser Woche würden die volkswirtschaftlichen Datenveröffentlichungen im Schatten der geopolitischen Entwicklungen stehen. Interessante Einblicke könnten die Stimmungsindikatoren aus Deutschland und Euroland bieten. (Märkte im Fokus vom 23.06.2025) (23.06.2025/alc/a/a)
Über das Wochenende habe zudem das militärische Eingreifen der USA in den Konflikt zwischen Israel und dem Iran für etwas mehr Nervosität an den Märkten gesorgt. Dennoch seien die Marktreaktionen zum Wochenbeginn insgesamt überschaubar geblieben. Am sichtbarsten seien die moderaten Rückgänge an den Aktienmärkten sowie der Anstieg des Ölpreises.
Insgesamt habe es acht Zinsentscheide in der Vorwoche gegeben und zwar in folgenden Ländern: Japan, USA, Schweden, Brasilien, Vereinigtes Königreich, Norwegen, Schweiz und Türkei. Bei den Industrieländer-Notenbanken lasse sich anhand von drei Zinsentscheiden gut darstellen, wie unterschiedlich derzeit die länderspezifischen Rahmenbedingungen für die Geldpolitik seien. Die US-Notenbank habe ihr Leitzinsintervall erwartungsgemäß bei 4,25% bis 4,50% belassen. Die Botschaft hier laute, dass die unsicheren makroökonomischen Auswirkungen der US-Zollpolitik die Notenbanker in eine abwartende Haltung zwingen würden. Die Norweger hätten trotz einem erhöhten Lohn- und damit Inflationsdruck tatsächlich für eine Überraschung gesorgt. Mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 4,25% hätten sie ihre Leitzinswende etwas früher als erwartet eingeläutet. Damit hätten sie sich als letzte Zentralbank eines Industrielandes dem allgemeinen Zinssenkungstrend angeschlossen. Anders würden die Uhren in der Schweiz ticken, wo die Notenbanker gegen Deflationsrisiken wegen eines starken Schweizer Franken vorgehen müssten und ihren Leitzins mittlerweile auf 0,00% gesenkt hätten. Damit sei perspektivisch eine Rückkehr der Negativzinsen in der Schweiz durchaus denkbar.
Auch in dieser Woche würden die volkswirtschaftlichen Datenveröffentlichungen im Schatten der geopolitischen Entwicklungen stehen. Interessante Einblicke könnten die Stimmungsindikatoren aus Deutschland und Euroland bieten. (Märkte im Fokus vom 23.06.2025) (23.06.2025/alc/a/a)


