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Aberdeen Standard Kommentar zur Brexit-Analyse der Bank of England
29.11.18 12:00
Aberdeen Standard Investment
London (www.anleihencheck.de) - Luke Bartholomew, Investment Strategist bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert die Brexit-Analyse der Bank of England:
Die Bank of England sende zwei sehr klare Botschaften. Die erste sei, dass ein ungeregelter Brexit die britische Wirtschaft kurzfristig beeinträchtigen würde. Die andere sei, dass die Banken in der Lage wären, dem Schock standzuhalten. Da es sich tatsächlich um einen massiven Schlag für die Wirtschaft handeln würde, hätte ein ungeregelter Brexit sicherlich auch deutliche Konsequenzen für die Banken. Dennoch scheine die Bank of England anzudeuten, dass sie auch in diesem Umfeld offen für Zinserhöhungen wäre, um den Anstieg der Inflation zu bekämpfen. Es sei sicher richtig, dass ein fallendes Pfund Sterling und der negative Einfluss auf das Produktionspotenzial der Wirtschaft die Inflation in die Höhe treiben würden und dies der Bank of England sehr starke Kopfschmerzen bereiten würde. Aber es sei äußerst schwer zu erkennen, wie sie in diesem Umfeld etwas anderes machen könnte, als die Zinssätze zu senken.
Theresa May werde hoffen, dass die Analysen der Bank of England und des Schatzamts ihr Argument untermauern würden, dass ihr Deal die einzige Option sei. Aber einige Abgeordnete würden die Analyse der Zentralbank zweifellos in Frage stellen, da die Bank of England nach der Brexit-Abstimmung eine viel negativere wirtschaftliche Entwicklung vorhergesagt habe, als jene, die bislang eingetreten sei. Aber man sollte sich klugerweise daran erinnern, dass auch wenn häufig falscher Alarm geschlagen werde, es irgendwann dann doch ernst werden könne. (29.11.2018/alc/a/a)
Die Bank of England sende zwei sehr klare Botschaften. Die erste sei, dass ein ungeregelter Brexit die britische Wirtschaft kurzfristig beeinträchtigen würde. Die andere sei, dass die Banken in der Lage wären, dem Schock standzuhalten. Da es sich tatsächlich um einen massiven Schlag für die Wirtschaft handeln würde, hätte ein ungeregelter Brexit sicherlich auch deutliche Konsequenzen für die Banken. Dennoch scheine die Bank of England anzudeuten, dass sie auch in diesem Umfeld offen für Zinserhöhungen wäre, um den Anstieg der Inflation zu bekämpfen. Es sei sicher richtig, dass ein fallendes Pfund Sterling und der negative Einfluss auf das Produktionspotenzial der Wirtschaft die Inflation in die Höhe treiben würden und dies der Bank of England sehr starke Kopfschmerzen bereiten würde. Aber es sei äußerst schwer zu erkennen, wie sie in diesem Umfeld etwas anderes machen könnte, als die Zinssätze zu senken.
Theresa May werde hoffen, dass die Analysen der Bank of England und des Schatzamts ihr Argument untermauern würden, dass ihr Deal die einzige Option sei. Aber einige Abgeordnete würden die Analyse der Zentralbank zweifellos in Frage stellen, da die Bank of England nach der Brexit-Abstimmung eine viel negativere wirtschaftliche Entwicklung vorhergesagt habe, als jene, die bislang eingetreten sei. Aber man sollte sich klugerweise daran erinnern, dass auch wenn häufig falscher Alarm geschlagen werde, es irgendwann dann doch ernst werden könne. (29.11.2018/alc/a/a)


