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10-jährige US-Rendite: Zinswende?


03.07.14 13:23
WGZ BANK

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Bei der letzten Betrachtung der zehnjährigen US-Rendite machten die Analysten der WGZ BANK bereits auf die Gefahr einer Bodenbildung aufmerksam.

Mit dem Anstieg in den letzten Tagen habe sich dieser Eindruck nun weiter verdichtet. Die Rendite dürfte in den kommenden Wochen also zulegen und nach einigen Scharmützeln zwischen Bullen und Bären an dem momentan noch gültigen Widerstand bei 2,67% sollten die Sätze schließlich bis gut 2,80% anziehen. Vor diesem Hintergrund stelle sich nun die Frage, ob sich im Chart bereits Anzeichen einer langfristigen Zinswende in den USA erkennen lassen würden. Der heute anstehende US-Arbeitsmarktbericht - der kurzfristig bei überraschenden Zahlen sicherlich Auswirkung auf die Rendite haben könne - rücke damit dennoch in den Hintergrund, denn er dürfte die mittel- bis langfristige Sichtweise kaum beeinflussen.

Mit dem letzten markanten Tiefpunkt habe die Rendite Anfang Juni bei 2,40% ein Niveau erreicht, das in der Vergangenheit durch mehrere Widerstände gekennzeichnet worden sei und nun als signifikante Unterstützung fungiere. Damit könnte die Korrektur, die eine Antwort auf den Anstieg von Mitte 2012 bis Ende 2013 darstelle, beendet sein. Dieser Anstieg habe Grundzüge einer Impulswelle gezeigt. Diesen Wellen würden meist weitere Bewegungen in die gleiche Richtung folgen.

Sollte sich also herausstellen, dass bei 2,40% tatsächlich ein übergeordneter Tiefpunkt markiert worden sei, wäre ein nun folgender Impuls über insgesamt 18 Monate die Konsequenz. Die Widerstände, die bei 2,82% und etwa 3,00% zu finden seien, könnten den Renditeanstieg dann vermutlich nicht mehr aufhalten. Stattdessen läge das Ziel im Bereich von 3,62% bis 3,76%, in dem ebenfalls einige Widerstände zu finden seien. Das Gesetz zur Wellengleichheit, das sich in der Vergangenheit sehr oft bewahrheitet habe, lasse sogar einen Anstieg bis gut 4,00% wahrscheinlich werden.

Während das kurzfristige Risiko auf einen Anstieg bis etwa 2,82% beschränkt zu sein scheine, deute der Wochenchart eine bereits stattgefundene, übergeordnete Zinswende an. Diese Sichtweise muss zwar noch durch einen Ausbruch durch die Indikatoren bestätigt werden, eine zehnjährige US-Rendite von 4% innerhalb der nächsten 18 Monate würde die Analysten der WGZ BANK aber nicht überraschen. (03.07.2014/alc/a/a)