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10-jährige US-Rendite: Trendaufnahme - Technische Analyse
12.11.15 14:40
WGZ BANK
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Mit steigenden Renditen quittierten die US-Bondmärkte bereits das als "hawkish" empfundene Statement der Fed im Anschluss an das FOMC-Meeting im Oktober, so die Analysten der WGZ BANK.
Richtig sei die Post aber erst abgegangen, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag viel fester als von den Volkswirten erwartet ausgefallen sei. Da sich zudem die Finanzmärkte erholt zeigen würden und die Fed ihr latentes Glaubwürdigkeitsproblem werde bekämpfen wollen, sei im Dezember wohl mit einer ersten US-Leitzinserhöhung zu rechnen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hierfür an den amerikanischen Options-märkten noch knapp unter 70% rangiere.
Das lange Ende am amerikanischen Rentenmarkt aber habe auf die jüngsten Entwicklungen längst reagiert. So sei die 10-jährige US-Rendite aus ihrer mehrmonatigen Seitwärtsrange zwischen 1,90% und 2,30% nach oben ausgebrochen. Parallel mit diesem charttechnischen Ausbruch sei die Nackenlinie des charttechnischen Doppelbodens überwunden worden, wodurch diese Formation analytisch vollständig abgeschlossen worden sei. Auch wenn temporäre Rücksetzer bis in den Bereich um 2,20% jederzeit einzukalkulieren seien, gelte der Blick primär dem mittelfristigen Anstiegspotential der zehnjährigen US-Rendite bis auf das Zielniveau der charttechnischen Formation von 2,70%. Ein ganz ähnliches Target von rund 2,75% ergebe sich übrigens, wenn man mit der Technik des "Measured Move" eine Zukunftsprognose wage.
Kaum weitere Erkenntnisse liefere dagegen das Indikatoren-bild. Der MACD bestätige erwartungsgemäß die Trendaufnahme, während der RSI nahe seiner oberen Extremzone eine grundsätzlich überkaufte Situation anzeige, die darauf hoffen lasse, dass US-Anleihen von tradingorientierten Schnäppchenjägern zumindest temporär mal wieder entdeckt werden könnten.
Fazit: Die 10-jährige US-Rendite könnte auf kurze Sicht durchaus einen Rücksetzer in Richtung 2,20% zeigen. Unter mittelfristigen Aspekten würden die Analytsen der WGZ BANK aber mit einem Break des bisherigen Jahreshochs bei 2,50% und einem Vorstoß in die Region 2,70/2,75% rechnen. (12.11.2015/alc/a/a)
Richtig sei die Post aber erst abgegangen, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag viel fester als von den Volkswirten erwartet ausgefallen sei. Da sich zudem die Finanzmärkte erholt zeigen würden und die Fed ihr latentes Glaubwürdigkeitsproblem werde bekämpfen wollen, sei im Dezember wohl mit einer ersten US-Leitzinserhöhung zu rechnen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hierfür an den amerikanischen Options-märkten noch knapp unter 70% rangiere.
Kaum weitere Erkenntnisse liefere dagegen das Indikatoren-bild. Der MACD bestätige erwartungsgemäß die Trendaufnahme, während der RSI nahe seiner oberen Extremzone eine grundsätzlich überkaufte Situation anzeige, die darauf hoffen lasse, dass US-Anleihen von tradingorientierten Schnäppchenjägern zumindest temporär mal wieder entdeckt werden könnten.
Fazit: Die 10-jährige US-Rendite könnte auf kurze Sicht durchaus einen Rücksetzer in Richtung 2,20% zeigen. Unter mittelfristigen Aspekten würden die Analytsen der WGZ BANK aber mit einem Break des bisherigen Jahreshochs bei 2,50% und einem Vorstoß in die Region 2,70/2,75% rechnen. (12.11.2015/alc/a/a)


