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Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie
16.04.26 08:35
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Gestern war das Handelsgeschehen erneut dominiert von den Hoffnungen auf ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten, gepaart mit der Erwartung, dass die Energiepreise nachhaltig von den erhöhten Niveaus der letzten Wochen sinken, so die Analysten der Helaba.
Dies würde es den Notenbanken wohl ermöglichen, durch den dann als vorrübergehend angesehenen Preisschock "hindurchzusehen", und nicht mit einem Zinserhöhungszyklus zu reagieren. Die Gemengelage sei aber komplex, nicht nur auf der geopolitischen Ebene, wo widerstrebende Interessen von verschiedenen Beteiligten aufeinandertreffen würden, sondern auch für die Geldpolitiker. So seien ja nicht nur die Sorgen vor einem Inflationsschub gestiegen, sondern auch die konjunkturellen Risiken. Die Gefahr, einen zinspolitischen Fehler zu begehen, sei groß. Vor allem EZB-Vertreter möchten eine Zinserhöhung in diesem Monat nicht ausschließen, wenngleich die marktseitigen Zinserwartungen mit den Ölpreisen zuletzt gesunken seien. Im Hinblick auf die Fed bestehe die mehrheitliche Überzeugung, dass die Zinsen auf Sicht der kommenden Monate nicht verändert würden. Inwieweit die zahlreichen Reden von Notenbankern bei der IWF/Weltbank-Tagung hier neue Erkenntnisse bringen würden, sei offen.
Dem Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei es nicht gelungen, seine 21-Tagelinie (heute bei 125,54) dauerhaft zu überwinden. Die nächsten Hürden würden bei 126,26 (38,2%-Level) und 126,64 (Vorwochenhoch) zu finden sein. Das Indikatorenbild sei aber noch uneinheitlich, denn anders als MACD und Stochastic sei der DMI bisher ein Kaufsignal schuldig geblieben. Auffällig sei, dass die Erholung am Rentenmarkt derzeit hinter der Dynamik an den Aktienmärkten und vor allem derjenigen des EUR-USD-Kurses zurückbleibe.
Die neuen Staatsausgaben zur Abmilderung der Kriegsfolgen könnten hier einen belastenden Einfluss haben, zumal die Staatsschuldenquoten global ohnehin seit Jahren deutlich steigen würden.
Das technische Bild beim EUR/USD-Kurs habe sich nicht verändert und sei weiterhin als konstruktiv anzusehen. DMI, MACD und Stochastic stünden auf Kauf und weitere Anstiege bis in die Zone um 1,1825 oder bis 1,1920 sollten nicht ausgeschlossen werden. Erste Überkauftsignale des Stochastic dürften zwar nicht unbeachtet bleiben, auf eine akute Gefahr von Rücksetzern weise es nach Erachten der Analysten aber nicht hin. Unterstützungen würden sich ab 1,1700 finden, wo die 100-Tagelinie den Bereich der gleitenden Durchschnittslinien eröffne. (16.04.2026/alc/a/a)
Dies würde es den Notenbanken wohl ermöglichen, durch den dann als vorrübergehend angesehenen Preisschock "hindurchzusehen", und nicht mit einem Zinserhöhungszyklus zu reagieren. Die Gemengelage sei aber komplex, nicht nur auf der geopolitischen Ebene, wo widerstrebende Interessen von verschiedenen Beteiligten aufeinandertreffen würden, sondern auch für die Geldpolitiker. So seien ja nicht nur die Sorgen vor einem Inflationsschub gestiegen, sondern auch die konjunkturellen Risiken. Die Gefahr, einen zinspolitischen Fehler zu begehen, sei groß. Vor allem EZB-Vertreter möchten eine Zinserhöhung in diesem Monat nicht ausschließen, wenngleich die marktseitigen Zinserwartungen mit den Ölpreisen zuletzt gesunken seien. Im Hinblick auf die Fed bestehe die mehrheitliche Überzeugung, dass die Zinsen auf Sicht der kommenden Monate nicht verändert würden. Inwieweit die zahlreichen Reden von Notenbankern bei der IWF/Weltbank-Tagung hier neue Erkenntnisse bringen würden, sei offen.
Die neuen Staatsausgaben zur Abmilderung der Kriegsfolgen könnten hier einen belastenden Einfluss haben, zumal die Staatsschuldenquoten global ohnehin seit Jahren deutlich steigen würden.
Das technische Bild beim EUR/USD-Kurs habe sich nicht verändert und sei weiterhin als konstruktiv anzusehen. DMI, MACD und Stochastic stünden auf Kauf und weitere Anstiege bis in die Zone um 1,1825 oder bis 1,1920 sollten nicht ausgeschlossen werden. Erste Überkauftsignale des Stochastic dürften zwar nicht unbeachtet bleiben, auf eine akute Gefahr von Rücksetzern weise es nach Erachten der Analysten aber nicht hin. Unterstützungen würden sich ab 1,1700 finden, wo die 100-Tagelinie den Bereich der gleitenden Durchschnittslinien eröffne. (16.04.2026/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,1945 € | 125,2722 € | -0,0777 € | -0,06% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 132,00 € | 124,26 € | |
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie


