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11.04.19 17:02
KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 6,00%-Huber Automotive AG-Anleihe als "attraktiv" bewertet - Anleihenews

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 6,00%-Huber Automotive AG-Anleihe (ISIN DE000A2TR430 / WKN A2TR43) mit Laufzeit bis 2024 kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Die Huber Automotive AG, Mühlhausen im Täle, sei ein Produzent von elektronischen Bauteilen für die Automobilindustrie (Steuergeräte für Komfort- und Leistungselektronik) rund um den Motor und Getriebe ("Powertrain") mit dem Schwerpunkt E-Mobilität und Hybrid Antriebe sowie "Safety Systems" Komponenten. Die Technologie basiere auf der sogenannten AUTOSAR 4.2 Software Funktionalität, einem von Daimler und Volkswagen benutzten Standard, den das Unternehmen seit 2009 konsequent verfolge. Seit dem Jahr 2015 werde das Thema Batteriemanagement stark vorangetrieben, sodass in diesem Segment bereits im Jahr 2016 serienreife Produkte nach ASIL-Standard an Daimler und Toyota (Land Cruiser) hätten geliefert werden können. In diesem Segment würden sich auch Anwendungen finden, die jede einzelne Batteriezelle überwache (Cell Module Controller). Jede einzelne Zelle sei von Flüssigkeit umströmt, die die Temperatur der Zelle elektronisch reguliere, damit die Batterie so gut wie unabhängig von den Klimaverhältnissen optimale Leistung abgebe; dies auch bei Bergbaumaschinen unter Tage bei plus 50ºC.

Die Anfänge des heutigen Unternehmens würden in das Jahr 1983 zurückgehen. Im Jahr 2000 sei die Huber Automotive AG gegründet worden. Das Unternehmen verfüge in Kürze über drei eigene Fertigungsstandorte in Deutschland mit 82 Mitarbeitern. Durch autonomes Fahren, Fahrerassistenz-Systeme, "Connectivity" (Car to Infrastructure) und wachsende Sicherheits-Anforderungen steige der Bedarf an Fahrzeugelektronik weltweit von aktuell etwa 230 Mrd. USD auf ca. 410 Mrd. USD im Jahr 2025, davon ca. 250 Mrd. USD in den Anwendungsbereichen, in denen Huber Automotive AG tätig sei.

Nachdem die Umsätze in den Vorjahren im Durschnitt um ca. 32,5% gewachsen seien (CAGR), sei es in dem Geschäftsjahr 2017/2018 zu einer Konsolidierung gekommen. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2017/2018 habe 22,5 Mio. Euro nach 20,2 Mio. Euro in der Vorjahresperiode erreicht. Bereinigt um die damaligen IPO-Kosten sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 3,6 Mio. Euro nach 3,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode gestiegen. Das entspreche einer aktuellen EBIT-Marge von rd. 16%. Der derzeitige Zinsdeckungsgrad (EBITDA Interest Coverage Rage) betrage komfortable 4,42. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit sei gegenüber der Vorperiode um 42% auf 3,4 Mio. Euro nach 2,4 Mio. Euro gestiegen. Die liquiden Mittel seien dementsprechend auf 6,4 Mio. Euro nach 2,1 Mio. Euro gestiegen.

Zum Geschäftsjahresende 2017/2018 habe sich die Eigenkapitalquote der Huber Automotive AG auf 24% belaufen. Das Verhältnis der Schulden zum Gesamtkapital (Total Debt/Capital) sei mit dem Faktor 0,67 zufriedenstellend. Die Anleihemittel sollten neben der Rückführung von Darlehen vor allem das Wachstum der Gesellschaft sicherstellen. Allein der hohe Auftragsbestand der zwei starken "Lead-Kunden" Volkswagen und Daimler erfordere Investitionen vorab in Maschinen und zusätzliches qualifiziertes Personal inkl. Inhouse Schulungen. Eine weitere Positionierung in den Wachstumsbereichen E-Mobilität und Batteriemanagement sei ebenso zu finanzieren.

Vielversprechend sei eine Zusammenarbeit mit AL-KO zur Entwicklung von Plug-in Hybride Versionen für leichte Nutzfahrzeuge (Wohnmobile etc.). Fahrgestell-aufbauten mit Traktionsantrieben einer zweiten Achse unter möglicher Einbeziehung der Anhänger stünden hier ebenso im Fokus. Im Herbst 2019 sei man hier mit AL-KO gemeinsam auf der IAA vertreten. Für die kommenden Jahre dürften die erwähnten Großaufträge zu einem deutlichen weiteren Umsatz- und Ergebnis-Wachstum und damit einer Verbesserung der Eigenkapitalquote führen.

Die aktuell emittierte nicht nachrangige und unbesicherte Mittelstandsanleihe der Huber Automotive AG sei mit einem Zinskupon von 6,00% p.a. (Zinstermin jährlich am 12.04.) ausgestattet und habe eine fünfjährige Laufzeit vom 12.04.2019 bis zum 12.04.2024. Im Rahmen der Emission würden ausschließlich institutionellen Investoren bis zu 25 Mio. Euro mit einer Stückelung von 1.000 Euro zur Zeichnung angeboten. Die Anleihe solle nach Abschluss der Zeichnungsphase ab dem 16.04.2019 am Open Market (Freiverkehr) an der Börse Frankfurt zum Handel aufgenommen werden. Die Anleihe sei nach Wahl der Emittentin ab dem 12.04.2021 zu 102,00% und ab 12.04.2022 zu 101,00% des Nennwerts vorzeitig kündbar. In den Anleihebedingungen seien unter anderem eine Ausschüttungsbegrenzung und eine Verschuldungsbeschränkung verankert.

Auf Grund der bisherigen guten Entwicklung mit dem hohen Auftragsbestand in naher Zukunft sei von einem weiterhin ertragreichen Wachstum der Huber Automotive AG auszugehen. In Verbindung mit der wachstumsbedingt aktuell ausreichenden Eigenkapitalquote von 24% und der Rendite von 6,00% p.a. (auf Basis des Emissionskurses von 100% bis zum Ende der Laufzeit am 12.04.2024) wird die 6,00%-Huber Automotive AG-Anleihe als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (11.04.2019/alc/n/a)


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