Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die tschechische Wirtschaft entwickelt sich gut, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Die Arbeitslosigkeit sei eine der niedrigsten innerhalb der EU und auch das Wirtschaftswachstum sei im Schlussquartal 2018 mit einem Prozent gegenüber dem Vorquartal stärker gewesen, als von der Notenbank erwartet worden sei. Kaum überraschend, dass die jährliche Inflation im Februar auf 2,7 Prozent zugelegt habe.
Am Devisenmarkt befinde sich die Tschechische Krone in der erwarteten Spanne im Vergleich zum Euro. Bis hierher spreche alles für eine Zinsanhebung auf der heutigen tschechischen Zentralbanksitzung. Aber die nachlassende Konjunktur in der Eurozone, insbesondere in Deutschland, lasse Zweifel an einer Zinsanhebung aufkommen. Deutschland sei mit einem Anteil von rund einem Drittel der wichtigste Abnehmer von tschechischen Exporten. In diesem schwierigen Umfeld könnte eine Aufwertung der Krone im Zuge einer Zinserhöhung unerwünschte Folgen haben. Der pessimistischere Ausblick der EZB sowie die taubenhafte Ankündigung der FED kämen erschwerend hinzu. Daher würden die Erwartungen am Markt überwiegen, dass der Zins unverändert bleibe und die Zentralbank bis Mai abwarte. Allerdings sei der Zentralbankrat nicht geschlossen dieser Meinung und so verbleibe eine geringe Restchance, dass der Zins doch angehoben werde. In diesem Fall könnte die Krone gegenüber dem Euro deutlich zulegen. (28.03.2019/alc/a/a)
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