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24.07.18 10:45
USA: Gleichmäßige Fortsetzung von Leitzinserhöhungen scheint gewährleistet

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Zinsen sind zu hoch, und der US-Dollar ist zu fest. Das jedenfalls findet Donald Trump, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Abgesehen davon, dass sich noch kein Präsident vor Trump derart in die Geschäfte der Notenbank eingemischt habe, habe der US-Präsident, indem er China und die Eurozone vergangene Woche auch noch wegen ihrer fallenden Währungen getadelt habe, neben dem Handelskrieg zwischen den USA und dem "Rest der Welt", ein weiteres Schlachtfeld eröffnet, so dass manche Kommentatoren vom Beginn eines Währungskriegs sprechen würden.

Das Wall Street Journal habe sich gestern sogar in einem Kommentar darüber gewundert, dass Donald Trump so lange mit seiner FED-Kritik gewartet habe. Denn eigentlich habe Trump doch Jerome Powell als FED-Chef ernannt, weil er nach Ansicht von Finanzminister Steven Mnuchin leichter beeinflussbar ("malleable") sei als andere Kandidaten wie etwa Kevin Warsh oder John Taylor, so das Journal. Allerdings könnte die öffentliche Intervention nach Meinung einiger Marktbeobachter genau das Gegenteil dessen bewirken, was Donald Trump eigentlich beabsichtige. Denn Jerome Powell würde nun erst recht zeigen müssen, dass die US-Notenbank unabhängig sei, heiße es. Damit scheint zwar eine gleichmäßige Fortsetzung von Leitzinserhöhungen, derer es nach Ansicht der Deutsche Bank AG noch zwei in diesem Jahr geben dürfte, gewährleistet. Was aber, wenn etwa geldpolitische oder ökonomische Erwägungen einen langsameren Kurs bei den Zinserhöhungen erfordern würden?

Der Euro habe sich zumindest gestern, auch mangels wichtiger ökonomischer Daten, wenig gerührt und bleibe damit innerhalb seiner Konsolidierungszone zwischen 1,1505 und 1,1855 EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275). (24.07.2018/alc/a/a)


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