Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Rickmers Holding AG hat sich am 19. April 2017 auf ein Term Sheet zur Restrukturierung wesentlicher Finanzverbindlichkeiten der Rickmers Gruppe verständigt, das noch unter dem Gremienvorbehalt der Gläubiger und unter der Bedingung der nachfolgend beschriebenen Restrukturierung der Anleihe 2013/2018 (ISIN DE000A1TNA39/ WKN A1TNA3) der Rickmers Holding AG ("Rickmers-Anleihe") steht, so das Unternehmen in einer aktuellen Ad hoc-Mitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Ad hoc-Meldung:
Die avisierte Restrukturierung soll eine Sanierung der Rickmers Gruppe auf Basis von Beiträgen aller relevanten Stakeholder, d.h. insbesondere des Alleinaktionärs Herrn Bertram R.C. Rickmers, der finanzierenden Banken sowie der Anleihegläubiger ermöglichen.
Im Term Sheet verpflichtet sich Herr Bertram R. C. Rickmers, als Sanierungsbeitrag eine Bareinlage in Höhe von EUR 10 Mio. zu leisten, die Rickmers Gruppe von einer Werftenverbindlichkeit in Höhe von weiteren USD 10 Mio. zu entlasten, auf Markenlizenzgebühren bis inkl. des ersten Quartals 2021 zu verzichten sowie für eine "Back up"-Darlehensfazilität für etwaigen künftigen Liquiditätsbedarf der Rickmers Holding AG von weiteren bis zu EUR 10 Mio. zu sorgen. Der Alleinaktionär hat bereits in 2016 EUR 13 Mio. als Bareinlage in die Rickmers Holding AG geleistet. Ferner ist Herr Bertram R. C. Rickmers bereit, seinen Anteil an der Rickmers Holding AG von 100% auf 24,9% zu reduzieren, um im Rahmen des Sanierungskonzepts eine wirtschaftliche Partizipation der wesentlichen Gläubiger, d.h. der HSH Nordbank AG, der Anleihegläubiger und ggf. einer weiteren Bank an der Rickmers Holding AG in Höhe von insgesamt 75,1% zu ermöglichen.
Ausgenommen von der Schuldübernahme der Rickmers-Anleihe durch die LuxCo ist die Zahlung des Zinskupons am 11. Juni 2017 in Höhe von 8,875%. Die Zahlung soll noch vollständig von der Rickmers Holding AG geleistet werden, unter der Bedingung, dass zu diesem Zeitpunkt ein Beschluss der Anleihegläubiger über die Bestellung und Ermächtigung des gemeinsamen Vertreters vorliegt.
Das Sanierungskonzept sieht neben den oben genannten Sanierungsbeiträgen des Gesellschafters und der Zustimmung zur Schuldübernahme durch die LuxCo Beiträge verschiedener Bankengläubiger und einer Werft vor, u.a. in Form von Tilgungsstundungen, Freigabe von verpfändeten Geldern und Reduktion von Zinsmargen.
Der Vorstand der Rickmers Holding AG hat eine führende internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Begutachtung der Sanierungsfähigkeit der Rickmers Gruppe im Sinne des IDW-Standards S6 beauftragt. Im derzeitigen nahezu finalen Entwurf des Sanierungsgutachtens kommt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Ergebnis, dass die Rickmers Gruppe bei Umsetzung aller geplanten Sanierungsmaßnahmen sanierungsfähig ist. Das Sanierungskonzept wurde unter Beteiligung aller relevanten Stakeholder, einschließlich des designierten gemeinsamen Vertreters der Anleihegläubiger erarbeitet. Es ermöglicht eine solvente Fortführung der Rickmers Holding AG zu Konditionen, die gemäß dem vorliegenden Liquidationswertbericht für die Anleihegläubiger deutlich besser sind als in einem Insolvenzszenario der Rickmers Holding AG. Sollten die Gremien der Gläubigerbanken und/oder die Anleihegläubiger dem Konzept nicht zustimmen, würde die Sanierung voraussichtlich scheitern und die positive Fortführungsprognose der Rickmers Holding AG würde voraussichtlich entfallen. (Ad hoc-Mitteilung vom 19.04.2017) (20.04.2017/alc/n/a)
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