Wien (www.anleihencheck.de) - Die Experten der Erste Asset Management rechnen für 2017 mit einem Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums.
Erstmals seit Jahren würden die Schwellenländer erstmals wieder die Rolle als Wachstumslokomotive übernehmen. Gestützt werde diese Prognose auf den Ausblick auf weitere Zinssenkungen, die Erholung an den Rohstoffmärkten sowie günstigeren Währungen vieler Schwellenländer. Stärkere Kursschwankungen an den Märkten könnten durch die schwierige politische Lage in Europa ausgelöst werden. "Neben den diesjährigen Wahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sind auch Neuwahlen in Spanien und Italien nicht auszuschließen", sage Gerold Permoser, Chief Investment Officer der Erste Asset Management.
Trotz der politischen Risiken im Euro-Raum sei mit einer positiven Entwicklung an den europäischen Aktienmärkten zu rechnen. "Das Wirtschaftswachstum dürfte wieder Fahrt aufnehmen. Insbesondere die Exportunternehmen sollten vom schwächeren Euro profitieren", so der Experte. Eine Ausnahme bilde der britische Aktienmarkt, der unter den Folgen des Brexit leiden könnte. Auch für die lateinamerikanischen Aktienmärkte sei der Ausblick eher negativ: "Nach einem starken Rebound in 2016 weisen sie nur noch wenig Potenzial für Kursteigerungen auf. Zudem erwarten wir negative Effekte durch den Kurs der neuen US-Regierung", erkläre Permoser.
Auf Sektorenebene rechne der Experte insbesondere mit einer positiven Entwicklung von IT-Unternehmen. "IT-Unternehmen sind die Gewinner der Reflation: Sie sind günstig bewertet, weisen starkes Gewinnwachstum auf und profitieren vom starkem US-Dollar", so der Experte. Auch für Nicht-Basiskonsumgüter sei die Einschätzung positiv. Die Erste Asset Management rechne mit einer günstigen Konsumentenstimmung. Darüber hinaus besteche der Sektor durch hohe Profitabilität und robustes Wachstum. Für Basiskonsumgüter sei die Einschätzung hingegen negativ. Der Sektor sei hoch bewertet und weise zudem eine stark negative Korrelation zu den Zinssätzen auf, die im Laufe des Jahres steigen könnten. Angesichts der aktuell niedrigen Zinsen blieben Dividenden im Blickfeld vieler Investoren. (Ausgabe vom 18.01.2017) (19.01.2017/alc/a/a)
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