London (www.anleihencheck.de) - Wenn sich der Geldpolitische Ausschuss der Bank of England am Donnerstag versammelt, gilt es, die Risiken des Vertrauenseinbruchs seit dem Referendum abzuwägen, und das vor dem Hintergrund einer bislang unzureichenden Datenlage, so Hetal Mehta, Senior European Economist bei Legal & General Investment Management.
Als Governor der Bank of England müsse Mark Carney zudem die inflationären Folgen eines schwächeren Pfund Sterling und lockerer Finanzkonditionen beachten, die sich im Vorgriff auf Quantitative Easing ergeben könnten. Er habe zudem einem Konjunkturprogramm bereits effektiv zugesagt und von "einer Unzahl an weiteren Maßnahmen und Methoden" gesprochen.
Die Experten von Legal & General Investment Management erwarten eine Zinssenkung in Höhe von 25 Basispunkten. Allerdings erscheine es unwahrscheinlich, dass sich die BoE damit zufrieden gebe. Unklar sei, welche weiteren Maßnahmen die Notenbank beschließen werde. Eine Senkung von 40 Punkten sei nicht auszuschließen, und die Experten würden mit einer 65-prozentigen Wahrscheinlichkeit mit einem Quantitative Easing-Programm in Höhe von 75 bis 125 Milliarden Pfund Sterling rechnen. Darüber hinaus werde sich die BoE vermutlich alle Türen für eine Kreditlockerung offen halten.
Unwahrscheinlich erscheine den Experten hingegen, dass am Donnerstag auch ein Ankaufprogramm von Unternehmensanleihen beschlossen werde. Auch ein Ankaufprogramm von Asset-Backed-Securities würden sie zum jetzigen Zeitpunkt für nicht gerechtfertigt halten. (03.08.2016/alc/a/a)
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