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18.02.16 10:32
KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 7,50%-NZWL-15/21-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Barometer zur 7,50%-Anleihe (ISIN DE000A13SAD4 / WKN A13SAD) der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH mit Laufzeit bis 2021 kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Hintergrund für die Bewertungsänderung sei im Wesentlichen eine Reduzierung der erwarteten Absatz- und Ertragszahlen (EBITDA etwa 10% bis 15% unterhalb der ursprünglichen Planung).

Die NZWL sei ein international tätiger Produzent von Motoren- und Getriebeteilen - vom Einzelteil bis zum kompletten Getriebe - und blicke auf mehr als 110 Jahre Erfahrung im Getriebebau zurück. Das Unternehmen habe eigene Fertigungsstandorte in Deutschland (Leipzig) und der Slowakei (Sučany).

Das Produktspektrum der NZWL umfasse die Bereiche Synchronisierungen, Einzelteile und Baugruppen sowie Getriebe, wobei die Umsatzerlöse zu über 70% im Bereich Synchronisierungen erzielt würden.

Die NZWL habe sich in den vergangenen Jahren zum Hauptlieferanten von Synchronisierungen für Doppelkupplungsgetriebe in Großserien entwickelt. Bei etwa 90% der Aufträge sei die NZWL Alleinlieferant (Single-Source-Lieferant). Hauptkunde sei der Volkswagen-Konzern, daneben würden weitere Automobilhersteller wie Daimler, Nissan und BMW beliefert. NZWL profitiere in der Unternehmensentwicklung von einer rasanten Verbreitung des Doppelkupplungsgetriebes. Obwohl sich der Marktanteil des Doppelkupplungsgetriebes seit dem Jahr 2005 bereits mehr als verzehnfacht habe, sei mit einem weiteren Wachstum des Marktanteils über neue Plattformen und Modelle zu rechnen.

Um die hohe Nachfrage nach Synchronisierungssätzen von Doppelkupplungsgetrieben zu bedienen, betreibe die NZWL-Gruppe eine weitere Produktionsstätte in China (Tianjin), die sich derzeit im Hochlauf befinde. Der Großkunde Volkswagen habe mit der NZWL-Gruppe eine langfristige strategische Zusammenarbeit im chinesischen Markt vereinbart. Auf der Grundlage dieser Kooperation erwarte das chinesische Produktionsunternehmen, das von der Schwestergesellschaft Neue ZWL Zahnradwerke Leipzig International GmbH gehalten werde, ab 2018 einen Jahresumsatz im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dieser könne sich nochmals erhöhen, wenn ab 2016 weitere erwartete Aufträge vereinbart werden könnten.

Im 1. Halbjahr 2015 habe die NZWL den Umsatz deutlich um 14,1% auf 42,2 Mio. Euro (nach 37,0 Mio. Euro im 1. Halbjahr des Vorjahres) erhöhen können. Die Umsatzentwicklung sei u.a. durch Vorserienproduktionen getrieben, die kurz- bis mittelfristig zu weiteren Umsatzsteigerungen aus dem Hochlauf von Großserienaufträgen führen würden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern habe sich im Sechs-Monats-Zeitraum leicht unterproportional auf 2,3 Mio. Euro erhöht (Vj. 2,2 Mio. Euro). Hintergrund hierfür seien leicht überproportionale Kostenanstiege, die im Wesentlichen aus Anlaufkosten zur Realisierung des Umsatzwachstums in den Jahren 2016 und 2017 resultieren würden.

Per 30.06.2015 weise die NZWL eine unterdurchschnittliche Eigenkapitalquote von 12,8% auf. Dies resultiere im Wesentlichen aus einem deutlichen Anstieg der Bilanzsumme aufgrund der Investitionen in den neuen Standort in China sowie einem Anstieg der Kapitalbindung durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit Abschluss der Investitionsphase und mit dem Erreichen eines branchenüblichen Zahlungsziels sei davon auszugehen, dass eine sukzessive Verbesserung der Bilanzrelationen - wie bereits im Zeitraum von 2010 bis 2014 gezeigt - eintrete.

Die im Februar 2015 emittierte Mittelstandsanleihe der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH sei mit einem Zinskupon von 7,50% (Zinstermin jährlich am 17.02.) ausgestattet und habe eine Laufzeit bis zum 17.02.2021. Eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit für die Emittentin sei in den Anleihebedingungen nicht vorgesehen.

Aufgrund des vergleichsweise geringen Einsatzes von Doppelkopplungsgetrieben in VW-Dieselfahrzeugen, des weiterhin - wenn auch auf geringerem Niveau - wachsenden chinesischen Automobilmarktes sowie der weitgehend stabilen und im Januar 2016 positiven Absatzentwicklung bei VW gehe die KFM Deutsche Mittelstand AG von einem weiterhin intakten Wachstum der NZWL auf im Vergleich zur Ursprungsplanung vermindertem Niveau aus. Die in der Rating Summary der Creditreform genannten Verzögerungen im Hochlauf der Produktion in China hätten nach aktuellem Kenntnisstand vollständig durch positive Sondereffekte, die der VW-Konzern trotz "Dieselgate" ermöglicht habe, kompensiert werden können.

Aufgrund der erwarteten positiven betriebswirtschaftlichen Entwicklung in Verbindung mit der wachstumsbedingt aktuell unterdurchschnittlichen Bonität und der äußerst attraktiven Rendite von 21,80% p.a. (Kurs von 65,00% am 16.02.2016) wird die 7,50%-NZWL-15/21-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (News vom 17.02.2016) (18.02.2016/alc/n/a)


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