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18.01.16 08:35
OMV: Turbulenzen am Ölmarkt ziehen Anleihe in Mitleidenschaft

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Unter den weiter absackenden Ölpreisen leiden auch die Anleihen der im Förder- und Raffineriegeschäft tätigen OMV AG, so die Börse Stuttgart.

Anleger hätten sich insbesondere von den beiden im Dezember 2015 emittierten Hybridtiteln getrennt. Die formal unendlich laufenden Anleihen seien je mit einer Call-Option ausgestattet. Eine Anleihe (ISIN XS1294343337 / WKN A1Z6ZR) werde bis zum ersten Call-Termin im Dezember 2025 mit 6,25 Prozent verzinst und notiere aktuell bei 94,34 Prozent. Das andere Papier (ISIN XS1294342792 / WKN A1Z6ZQ) werde bis zum ersten Kündigungstermin im Dezember 2021 mit 5,25 Prozent verzinst und aktuell zu 94,25 Prozent gehandelt. Kündige der Konzern wider Erwarten nicht zum erstmöglichen Termin, werde aus dem fixen ein variabler Kupon. Für die Ungewissheit über die Laufzeit würden Hybridanleihen eine höhere Rendite bieten als vergleichbare Anleihen. Ein Ende 2021 fälliger Bond von OMV werde mit lediglich 1,3 Prozent p.a. verzinst.

Der Ölmarkt leide nach wie vor unter verschiedenen Faktoren. Zum einen unter der hohen Förderung in den USA sowie dem Verzicht der OPEC im Dezember, die Fördermenge zu begrenzen. Zum anderen sei es die Sorge vor einer kräftigen Wachstumsverlangsamung in China, die dann auch zu einer deutlichen Verschlechterung der weltweiten Konjunkturentwicklung führen würde. Immer mehr Analysten würden dieser Tage ihre Prognosen für den Ölpreis zurücknehmen. (Ausgabe 1 vom 15.01.2016) (18.01.2016/alc/n/a)


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