Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die jüngst vom Inselstaat Zypern im Volumen von einer Milliarde Euro begebene Staatsanleihe (ISIN XS1314321941 / WKN A1Z9QR) wurde diese Woche stark nachgefragt an der Börse Stuttgart, so die Börse Stuttgart.
Der Bond werde mit 4,25 Prozent p.a. verzinst und laufe bis zum 04. November 2025. Die Anleihe könne zu einer Mindeststückelung von 1.000 Euro Nominal gehandelt werden. Aktuell notiere die Anleihe bei 102,33, was einer Rendite von 3,96 Prozent entspreche.
Zypern sei im Frühjahr 2013 mit der Hilfe internationaler Geldgeber vor der Pleite bewahrt worden. 10 Milliarden Euro an Kredithilfen seien von den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gekommen. Die Zyprer selbst hätten 13 Milliarden beigesteuert, Anleger und Investoren hätten mit einer Zwangsabgabe zur Rettung beitragen müssen. Ende Juli hätten die Kontrolleure aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF dem Euroland Verbesserungen in vielen Bereichen bescheinigt, aber weiteren Reformbedarf gesehen. Für 2015 erwarte die EU-Kommission für Zypern ein Wachstum von 0,5 Prozent.
Das Euro-Krisenland stehe nun vor einem erfolgreichen Abschluss des Hilfsprogramms und wolle künftig ohne weitere finanzielle Unterstützung aus diesem Paket auskommen. Wie letzte Woche aus Kreisen des Finanzministeriums in Nikosia zu hören gewesen sei, plane das Euro-Krisenland den Restbetrag der Hilfskredite über 2,3 Milliarden Euro nicht in Anspruch zu nehmen und stattdessen noch vor dem Ende des offiziellen Hilfsprogramms im März 2016 entsprechend Gelder direkt an den Kapitalmärkten aufzunehmen. Bereits vor mehr als einem Jahr sei es Zypern gelungen, mit einer fünfjährigen Anleihe an den Kapitalmarkt zurückzukehren. Der Zinssatz der aktuellen zehnjährigen Emission sei für das Land der günstigste seit Jahrzehnten. (Ausgabe 43 vom 06.11.2015) (10.11.2015/alc/n/a)
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