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17.02.14 09:11
Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig-Anleihe: Hohe Nachfrage und positive Performance erwartet - Anleiheanalyse

Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Aufgrund des positiven Branchensentiments für Anleihen von Automobilzulieferern ist mit einer hohen Nachfrage sowie mit einer positiven Performance der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig-Anleihe (ISIN DE000A1YC1F9 / WKN A1YC1F) zu rechnen, so Christian Schiffmacher, der Experte von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt.

Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH emittiere eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 25 Mio. Euro. Die Zeichnungsfrist beginne am 17.02. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren und einem BB-Rating von der Creditreform Rating Agentur biete die Gesellschaft einen Kupon von 7,50%. Der Produzent von Motoren- und Getriebeteilen möchte die Mittel aus der Anleiheemission vorwiegend zum Aufbau eines Produktionswerkes in Tianjin, China, sowie für weitere Wachstumsinvestitionen verwenden. Aufgrund der soliden Zahlen (profitables Wachstum, Verdreifachung des Umsatzes in den vergangenen zehn Jahren, EBIT-Marge ca. 6%) sowie des positiven Branchensentiments für Anleihen von Automobilzulieferern sei mit einer starken Nachfrage nach der NZWL-Anleihe sowie einer positiven Performance zu rechnen.

Die NZWL Gruppe sei ein international tätiger Produzent von Motoren- und Getriebeteilen (Zahnräder, Synchronisierungen, Wellen), Getriebebaugruppen und komplett montierten Getrieben für die Automobilindustrie und blicke auf mehr als 100 Jahre Erfahrung im Getriebebau zurück. Die hergestellten Produkte würden sich in die drei Produktbereiche Getriebe, Einzelteile und Baugruppen sowie Synchronisierungen aufteilen. Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren zum Hauptlieferanten von Synchronisierungen für Doppelkupplungsgetriebe in Großserien entwickelt. Zu den wesentlichen Kunden im PKW-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Bereich würden Unternehmen der Automobilmarken Volkswagen, AUDI, SEAT, Skoda, Daimler, Nissan und BMW zählen.

Ein Großteil des Umsatzes realisiere die NZWL mit großen Serien von Synchronisierungen für DSG-Getriebe des Volkswagen-Konzerns. Der Erhöhung des Wirkungsgrades bei Antriebssystemen solle weiterhin im Produktstrategiefokus des Volkswagen-Konzerns stehen, um effizientere und sparsamere Volumenmodelle anbieten zu können. Zu den Mitbewerbern gehöre eine kleine Zahl teils finanzstarker Unternehmen, wie Schaeffler, Getrag, ZF und Hörbiger. Allerdings sei NZWL bei den meisten Produkten Exklusivlieferant.

Im Bereich Einzelteile und Baugruppen würden vor allem kleine Serien von Getriebeteilen wie Wellen oder Zahn- Schalt-, Stirn- und Pumpenantriebsrädern sowie Teile für Motorensteuerungen (Nockenwellenversteller, Stirnräder) produziert. Die wichtigsten Kunden in diesem Segment seien Daimler, die ZF-Gruppe und Hilite.

Die Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH plane den Emissionserlös wie folgt zu verwenden: rund 60% des Kapitals zur Ausreichung von Darlehen zur Finanzierung des Ausbaus des Produktionsstandortes der Tochtergesellschaft der NZWL International in Tianjin, China; rund 27% des Nettoemissionserlöses für Wachstumsinvestitionen (Prozessinnovation und –diversifikation), regionale Expansion, Finanzierung von Tochtergesellschaften und Beteiligungen, rund 13% des Emissionserlöses zur Umstrukturierung der Passivseite und Refinanzierung der Emittentin, insbesondere der stillen Beteiligung und Genussrechte (3 Mio. Euro aus dem Mezzanine-Programm PREPS, fällig am 04.03.2014).

Die Strategie von NZWL sei auf Wachstum ausgerichtet. In den vergangenen Jahren habe sich die Gesellschaft vom Lieferanten für Kleinserien auch zum Großserienproduzenten entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren habe die Gesellschaft den Umsatz verdreifachen können (CAGR Umsatz 1999-2012: +16%).

Im Geschäftsjahr 2012 habe die NZWL-Gruppe einen Umsatz von 65,5 Mio. Euro (+13,9%) sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 9,1 Mio. Euro (+9,4%) erzielt. Dies entspreche einer EBITDA-Marge von 13,9%. Das operative Ergebnis (EBIT) habe 4,1 Mio. Euro (+25,5%) betragen. Nach den ersten neun Monaten 2013 habe der Konzern-Umsatz bei 52,5 Mio. Euro (+8,4%) und das EBITDA bei 7,6 Mio. Euro (+7,7%) gelegen. Auf dieser Basis ergebe sich eine EBITDA-Marge von 14,4%. Das EBIT habe 3,6 Mio. Euro (+12,1%) erreicht. Die Konzern-Eigenkapitalquote habe zum 30.09.2013 bei 23,5% gelegen.

Die Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH sei in den vergangenen Jahren solide und profitabel gewachsen. In den vergangenen zehn Jahren habe der Umsatz verdreifacht werden können. Auch künftig würden für Doppelkupplungsgetriebe überdurchschnittliche Wachstumsraten erwartet. Risiken seien in einer hohen Abhängigkeit von Unternehmen des VW-Konzerns sowie in Projektrisiken beim Aufbau des Werkes in China zu sehen. Der Aufbau des Werkes in Tianjin sei von VW jedoch über einen Zeitraum von zehn Jahren mit einem Auftragsvolumen von 0,9 Mio. Synchronisierungssätzen bzw. 40 Mio. Euro pro Jahr unterlegt. NZWL überzeuge mit soliden Zahlen (Umsatz- und Gewinnentwicklung, Margen, überdurchschnittliche bondspezifische Kennzahlen).

Zudem ist aufgrund des positiven Branchensentiments für Anleihen von Automobilzulieferern mit einer hohen Nachfrage sowie mit einer positiven Performance der NZWL-Anleihe zu rechnen, so die Experten von "fixed-income.org". (17.02.2014/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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