Wien (www.anleihencheck.de) - Die Verschiebung des "Tapering" (Reduktion der Anleihenkäufe der FED), das vom Markt schon fix eingepreist war, hat nur zu einer vorübergehenden Erholung des US-Treasury Markets geführt, so die Experten von Pioneer Investments Austria.
Nachdem die Zinsen 10-jähriger US-Treasuries von Anfang Mai bis Anfang September von 1,3% auf 3,0% gestiegen seien, was zu Kursverlusten von ca. 7% geführt habe, seien die Renditen im Oktober wieder auf 2,55% zurückgegangen und im November wieder auf 2,74% gestiegen.
Im Gegensatz dazu seien die Renditen in Deutschland nach der Erholung im Oktober knapp unter 1,7% geblieben (nach 2,08% Mitte September).
Die erwartete schrittweise Rücknahme des quantitativen Easings durch die FED und die Erwartung erster FED-Zinserhöhungen im Jahr 2015 würden dazu führen, dass die längerfristigen Anleihen beginnen würden, diese Entwicklungen einzupreisen.
Derzeit unterstütze die niedrige Inflation (Eurozone 0,7%, Schätzung für November 0,9%, USA 1,0%) die Anleihenmärkte. Im November habe der Euro-Staatsanleihenmarkt insgesamt um 0,3% zulegen können, Italien (+0,9%) habe neben Portugal (+1,9%) am stärksten zugelegt. Die Niederlande seien von Standard & Poor's aufgrund der Rezession (verstärkt durch den Immobilienpreisrückgang in den Niederlanden) von AAA auf AA+ herabgestuft worden. Der Rentenmarkt habe nur um 0,14% zugelegt.
Auch im November hätten Unternehmensanleihen (+0,3% bzw. +2,8% seit Jahresanfang) und v.a. High Yield Anleihen (+1,1% bzw. +9,3% seit Jahresanfang) ihre positive Performance fortsetzen können. EMU Staatsanleihen 2013: +2,9%.
Wir bleiben untergewichtet in Staatsanleihen der Kernländer und weiterhin übergewichtet in Euro-Unternehmensanleihen, so die Experten von Pioneer Investments Austria. (Ausgabe Dezember 2013) (04.12.2013/alc/a/a)
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