Wien (www.anleihencheck.de) - Die Verschiebung des "Tapering" (Reduktion der Anleihenkäufe der FED), das vom Markt schon fix eingepreist war, hat zu einer Erholung des US-Treasury Markets geführt, die sich aufgrund der Einigung um die Schuldenobergrenze in den USA noch verstärkte, so die Experten von Pioneer Investments Austria.
Nachdem die Zinsen 10-jähriger US-Treasuries von Anfang Mai bis Anfang September von 1,3% auf 3,0% gestiegen seien, was zu Kursverlusten von ca. 7% geführt habe, seien die Renditen wieder auf 2,55% zurückgegangen. Davon habe auch der deutsche Rentenmarkt profitiert. Nach einem Anstieg der Renditen 10-jähriger Bundesanleihen von 1,15% bis auf 2,08% seien die Renditen wieder unter 1,7% gefallen.
Die schrittweise erwartete Rücknahme des quantitativen Easings durch die FED und erwartete erste FED-Zinserhöhungen im Jahr 2015 würden dazu führen, dass die längerfristigen Anleihen beginnen würden, diese Entwicklungen einzupreisen. Derzeit unterstütze die niedrige Inflation (Eurozone 0,7%, USA 1,2%) die Anleihenmärkte. Im Oktober habe der Euro-Staatsanleihenmarkt um 1,4% zulegen können, Spanien (+1,7%) habe neben Irland (+2,5%) am stärksten zulegen können, Italien sei mit +2,7% nach Beendigung der Regierungskrise Outperformer gewesen.
Auch im Oktober hätten Unternehmensanleihen (+1,1% bzw. +2,6% seit Jahresanfang) und High Yield Anleihen (+2,2% bzw. +8,2% seit Jahresanfang) ihre Outperformance fortsetzen können. EMU-Staatsanleihen seit Jahresanfang: +2,5%. (Ausgabe November 2013) (07.11.2013/alc/a/a)
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