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06.05.13 12:42
Anleihenmärkte beruhigen sich nach "Zypern-Störfeuer" und Regierungsbildung in Italien

Wien (www.anleihencheck.de) - Nach den Diskussionen über die Lösung der zyprischen Bankenkrise gingen die Märkte wieder zur Tagesordnung über, so die Experten von Pioneer Investments Austria.

Die Staatsanleihen in Italien (+4,7%) und Spanien (+5,2%) hätten deutlich zulegen können, auch der gesamte Euromarkt sei deutlich angestiegen (+2,6%). Selbst der deutsche Rentenmarkt, der im Vormonat von der "Flight to qualitiy" profitiert habe, sei um 0,6% gestiegen. Die Regierungsbildung in Italien habe ebenfalls zur positiven Stimmung beigetragen.

Seit Jahresanfang liege Spanien (+8,3%) vor Irland (+8,2%) sowie Italien (+4,6%) an der Spitze, die Niederlande (+0,6%) seien das Schlusslicht (Rezession und fallende Immobilienpreise belasten die Wirtschaft). Der deutsche Staatsanleihen-Rentenmarkt sei um 1%, Österreich um 1,7% gestiegen.

Vor allem in Deutschland, aber auch in Österreich lägen die Renditen von Staatsanleihen mittlerweile relativ deutlich unter den Inflationsraten. Man spreche von "financial repression": Die Anleger würden niedrige Zinsen erhalten, verlieren "real", der Staat und Kreditnehmer würden dafür weniger für Kredite zahlen und könnten sich so rascher entschulden. Dies führe dazu, dass Anleger auf der Suche nach Rendite in riskantere Anlagen (Unternehmensanleihen, High Yield-Anleihen und Emerging Markets-Anleihen) wechseln würden. Dieser Trend dürfte auch 2013 weiter anhalten.

Unternehmensanleihen seien 2013 bisher um 2,0% gestiegen, Euro High Yield-Anleihen hätten ihre Outperformance mit einem Plus von 4,1% fortgesetzt. Euro-Staatsanleihen der Kernländer lägen seit Jahresanfang mit 1,4% im Plus, Peripherieländer mit 6,1% im Plus.

Die Experten würden positiv für Euro-Unternehmens-, Euro High Yield- und Emerging Markets-Anleihen bleiben. (Ausgabe Mai 2013) (06.05.2013/alc/a/a)


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