Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Dieter Dziendziol, hält die Anleihe (ISIN FR0011196856 / WKN A1GZ7K) von Frankreich nach wie vor für eine interessante Alternative für den top-gerateten Staatsanleihen-Sektor.
Die Staatsanleihe, emittiert von der Republik Frankreich, sei mit einem Kupon von 3,00% ausgestattet, laufe noch bis zum 25.04.2022 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1,00 auf. Bei einem aktuellen Kurs von 106,06% biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,29%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Bestnote von "Aaa" bewertet. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten nur ein minimales Kreditrisiko.
Die Euro-Schuldenkrise beherrsche weiterhin das Marktgeschehen in Europa. Zwar habe sich nach den angekündigten Fiskalmaßnahmen der FED und EZB die Lage an den Kapitalmärkten spürbar entspannt, doch damit sei nur wieder etwas Zeit gewonnen worden. Denn nur, wenn die eingeleiteten Reformen in den hochverschuldeten Ländern greifen würden, könnte die Schuldenproblematik mittelfristig gelöst werden. Dies sei gegenwärtig aber nicht absehbar, zumal sich viele Länder in der Euro-Zone in der Rezession befänden. Vor diesem Hintergrund sei es ratsam, bei Staatsanleihen auf Schuldner mit Top-Bonitäten zu setzen. Trotz der jüngst eher negativen Nachrichten würden die Analysten Frankreich dazu zählen.
Frankreich sei eine der größten Volkswirtschaften der Welt, und neben Deutschland das wichtigste Industrieland Europas. In 2011 sei Frankreichs Wirtschaft um 1,7% gewachsen, die Prognose für dieses Jahr liege bei +0,7%. Dies sei über dem europäischen Durchschnitt. Die Jahre 2013 bis 2015 sollten ein Wachstum von jeweils 2% bringen, was aber angesichts der aktuell schwer zu prognostizierenden Entwicklung für Euroland nur eingeschränkt berücksichtigt werden sollte. Das Haushaltsdefizit habe im letzten Jahr 5,2% des BIP betragen.
Die sozialistische Regierung habe angekündigt, Ende September den Haushalt für das kommende Jahr vorzulegen. Als wesentliches Ziel gelte dabei, das Haushaltsdefizit von 4,5% in diesem Jahr auf 3% zu drücken. Zugleich seien auch die Schätzungen des Wirtschaftswachstums für 2013 nach unten korrigiert worden. Man gehe von etwa einem, aber eher von 0,8% aus. Zuvor habe man noch mit einem Wachstum von 1,2% kalkuliert.
Unabhängig davon, wie es mit Griechenland, Spanien & Co. weitergehe, dürfte Frankreich auch künftig zu den stärksten Volkswirtschaften in Europa zählen. Somit halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Staatsanleihe von Frankreich mit einer Rendite von 2,29% weiterhin für eine interessante Alternative für den top-gerateten Staatsanleihen-Sektor. Eine vergleichbare Bundesanleihe bringe aktuell nur eine Rendite von rund 1,5%. (Analyse vom 19.09.2012)
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(19.09.2012/alc/a/a)
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