Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0458685913 / WKN A1A6PH) von HeidelbergCement (ISIN DE0006047004 / WKN 604700) weiterhin für eine interessante Alternative für den europäischen Corporate Bonds-Sektor.
Die Anleihe, offizieller Emittent sei die hundertprozentige Tochtergesellschaft des Unternehmens, die HeidelbergCement Finance B.V., werde durch die HeidelbergCement AG gesamtschuldnerisch garantiert. Die Unternehmensanleihe sei mit einem attraktiven Kupon von 8,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 31.10.2019 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 117,65% biete das Papier eine jährliche Rendite von 5,54%. Die Anleihe werde durch die Ratingagentur Moody's mit "Ba2" bewertet, was im oberen Nicht-Investment-Grade-Bereich liege.
HeidelbergCement zähle zu den weltweit führenden Baustoffproduzenten. Dabei vertreibe der Konzern vor allem Zement sowie Zuschlagsstoffe wie Sand und Kies.
Der Baustoffhersteller habe Ende Juli seine Zahlen für das zweite Quartal 2012 veröffentlicht. Demnach habe der Umsatz von 3,39 Mrd. Euro auf 3,78 Mrd. Euro ausgeweitet werden können. Beim Betriebsergebnis sei ein leichter Rückgang auf 468 Mio. Euro verzeichnet worden, nach 472 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich habe der führende deutsche Zementhersteller beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter einen Anstieg auf 184 Mio. Euro ausgewiesen, nach 159 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Den Ausblick für das Gesamtjahr 2012 habe die Unternehmensführung von HeidelbergCement grundsätzlich bekräftigt. Demnach strebe sie eine weitere Steigerung für den Umsatz und für das operative Ergebnis an. Jedoch sei die Prognose für das Zementvolumen wegen einer schwächeren Entwicklung in Osteuropa leicht nach unten angepasst worden. Dem stehe aber ein erhöhtes Kostensenkungspotenzial gegenüber.
Die Analysten von Anleihencheck Research halten HeidelbergCement weiterhin für sehr gut am Markt positioniert. Sie würden bei HeidelbergCement vor allem in den wachstumsstarken Schwellenländern wie China, Indonesien, Indien und Afrika überdurchschnittliche Wachstumsraten erwarten. Aber auch etablierte Märkte wie Deutschland oder Nordamerika böten unverändert gute Perspektiven, nachdem für diese Regionen zuletzt robuste Konjunkturdaten veröffentlicht worden seien. Jedoch dürfte die Entwicklung für die Region Europa vor dem Hintergrund der unverändert schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zuge der Euro-Schuldenkrise eher schwach bleiben.
Ein Manko von HeidelbergCement bleibe aber die mit rund 8,12 Mrd. Euro (per 30.06.2012) hohe Nettoverschuldung. Diese wolle die Unternehmensführung jedoch in den nächsten Jahren sukzessive abbauen. Mit einem weiterhin hohen operativen Cashflow, in 2011 habe dieser bei rund 1,3 Mrd. Euro gelegen, dürfte dies der Unternehmensführung auch gelingen.
Für die Analysten von Anleihencheck Research bleibt die o.a. Anleihe von HeidelbergCement eine Top-Empfehlung für den europäischen Corporate Bonds-Sektor. Aufgrund der relativ hohen Verschuldung des Konzerns sei ein Investment aber nicht frei von Risiken. Vor dem Hintergrund der weiter positiv zu erwartenden Geschäftsentwicklung könnte das Rating für den HeidelbergCement-Konzern mittelfristig durchaus wieder Investment-Grade-Status erreichen, womit die Renditen für HeidelbergCement-Anleihen weiter zurückgehen dürften. (Analyse vom 18.09.2012)
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(18.09.2012/alc/a/a)
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