Westerburg (www.anleihencheck.de) - Nach den letzten, etwas "härteren" Tagen für die sicheren deutschen Staatspapiere, deutet sich für den heutigen Handelstag offenbar eine technische Erholung an. Während die Kurse zu Handelsbeginn freundlich eröffnet hatten, war der Vormittag von nachlassendem Interesse gekennzeichnet, dennoch konnten sich die Notierungen oberhalb des Vortagesschluss halten.
Der Euro-Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) lag zum Mittag um 0,20% höher auf 140,60 Punkten und hatte bis dahin sein Hoch bei 140,98 Punkten, bzw. sein Tief bei 140,35 Punkten gesehen. Der Bobl Future (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) notierte mit 125,26 Punkten um 0,05% höher. Der Schatz Future (ISIN DE0009652669 / WKN 9652669) zeigte sich um 0,01% besser auf 110,692 Punkten. Die Gemeinschaftswährung hat sich in diesem Szenario bis zum Mittag weiter verbessern können, als die Cross-Rate EUR/USD im Vormittagsverlauf um 0,27% auf 1,2795 gestiegen ist.
Der RDAX für Unternehmensanleihen (ISIN DE000A0C3743 / WKN A0C374) lag gegenüber dem Vortag mit 0,02% auf 102,592 Punkten etwas höher im Markt. Die im RDAX gefasste, 5%ige Unternehmensanleihe (Nachrang-MTN) (ISIN DE000DB5DCW6 / WKN DB5DCW) der Deutschen Bank notierte zum Mittag bei 104,78% um -0,16% niedriger. Damit errechnet sich für das am 24.06.2020 zur Rückzahlung fällige Papier eine Rendite von 4,26%. Die Deutsche Bank hat am Dienstag ihre strategischen Ambitionen für 2015 und die Folgejahre verkündet. Sie stellt damit die Weichen, um zur weltweit führenden, kundenorientierten Universalbank aufzusteigen. Der Plan mit dem Namen "Strategie 2015+" legt dar, wie die Bank zum einen den kurzfristigen Herausforderungen in einem sich ändernden wirtschaftlichen Umfeld begegnen wird, und wie sie zum anderen Chancen nutzen will, die sich aus langfristigen Megatrends ergeben.
Im Segment der Unternehmensanleihen lag der Bondm-Index (ISIN DE000SLA0BX3 / WKN SLA0BX) für in Euro denominierte Mittelstandsanleihen an der Börse Stuttgart heute Mittag bei 92,90 Punkten um 0,20% höher. Das Index-Schwergewicht, die Unternehmensanleihe ((ISIN DE000A1EWGX1 / WKN A1EWGX) 7,25% bis 28.09.2015) von Dürr, lag zum Mittag in der Taxe von 109,65% zu 110,05% um 0,32% niedriger im Markt.
Die weiteren Schwergewichte, die im Bondm mit 9,09% gewichtete Unternehmensanleihe ((ISIN DE000A1A29T7/ WKNA1A29T) 9,25% bis 01.12.2015) von 3W Power notierte zum Mittag unverändert in einer Taxe von 83,00% zu 83,95%; die mit 10% gewichtete Unternehmensanleihe ((ISIN DE000AB100A6 / WKN AB100A) 8,5% bis 10.11.2015) von Air Berlin zog bei einem Kurs von 93,25% um 1,19% an. Die Unternehmensanleihe ((ISIN DE000A1H3J67 / WKN A1H3J6) 7,25% bis 01.04.2016) der German Pellets GmbH zeigte sich bis zum Mittag umsatzlos und wurde in einer Geld-Brief-Spanne von 101,80% zu 102,00% und damit gegenüber dem Vortag um 0,15% niedriger taxiert.
Für die im Bondm mit 4,18% gewichtete Unternehmensanleihe ((ISIN DE000A1E8W96 / WKN A1E8W9) 7,0% bis 15.12.2015) der RENA GmbH waren zum Mittag 89,00% zu zahlen, was gegenüber dem Vortag einem Plus von 0,56% entspricht. Die RENA GmbH hatte sich kürzlich in ihrem Bericht zum ersten Halbjahr zuversichtlich für das Gesamtjahr gezeigt. Einer Pressemiteilung zufolge hat man im ersten Halbjahr 2012 trotz eines herausfordernden Marktumfelds einen Gewinn erzielt. Vorbehaltlich der abschließenden Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer erzielte der Schwarzwälder Maschinenbauspezialist in den ersten sechs Monaten ein Ergebnis vor Steuern von rund 10,5 Mio. EUR (2011: 14,5 Mio. EUR). Der vorläufige Umsatz für das erste Halbjahr beträgt rund 118,5 Mio. EUR (2011: 123,2 Mio. EUR). Der hohe Auftragsbestand in Verbindung mit einer nach wie vor intakten Abnahme bestellter Maschinen hat wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen, hieß es.
Der Meldung zufolge hat das Unternehmen insbesondere aufgrund der Entwicklungen im Photovoltaiksektor im Zuge einer routinemäßigen Erneuerung ein "BB"-Rating (Vorjahr BB+) der Euler Hermes Rating GmbH erhalten. Der Ausblick wurde als stabil bewertet. Aufgrund der guten Ergebnisse des ersten Halbjahres 2012 und der vielversprechenden Auftragslage bei der SH+E GROUP sowie in den Bereichen Medizin- und Halbleitertechnik erwartet RENA derzeit ein positives Gesamtergebnis (Ergebnis nach Steuern) für das laufende Geschäftsjahr, so die Mitteilung. (11.09.2012/alc/a/a)
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