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22.08.12 15:58
Rheinmetall-Anleihe: hohes Kursniveau spiegelt hohes Maß an Vertrauen wider

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst Sven Krupp von Anleihencheck Research hält die Unternehmensanleihe (ISIN XS0542369219 / WKN A1EWSC) des Mischkonzerns Rheinmetall (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) weiterhin für ein sicheres Investment in den aktuell unsicheren Zeiten.

Die Unternehmensanleihe der Rheinmetall AG sei mit einem Kupon von 4,00% p.a. ausgestattet, was bei einem aktuellen Kurs von 107,15% einer jährlichen Anleiherendite von 2,53% entspreche. Das Papier laufe noch bis zum 22.09.2017 und die Stückelung betrage 1.000 Euro. Das Anleihe- und Emittenten-Rating durch Moody's sei "Baa3", was noch Investment-Grade entspreche.

Die Rheinmetall AG sei ein Technologiekonzern in den Märkten für Automobilzulieferung und Wehrtechnik.

Das Unternehmen habe in der letzten Woche die Zahlen für das erste Halbjahr 2012 bekannt gegeben. Demnach sei ein Umsatzanstieg um 9% auf 2,25 Mrd. Euro verzeichnet worden und das EBIT habe stabil bei 127 Mio. Euro gelegen. Während in der Automotive-Sparte ein besseres Ergebnis erzielt worden sei, sei es in der Defence-Sparte zu einem Ergebnisrückgang gekommen. Verbesserungen im Zinsergebnis und ein im Vorjahresvergleich geringerer Steueraufwand hätten den Konzernüberschuss auf 82 Mio. Euro erhöht, nach 75 Mio. Euro in der Vorjahreshälfte. Das Ergebnis je Aktie sei damit auf 2,20 Euro gestiegen, nach zuvor 1,91 Euro.

Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr sei grundsätzlich bestätigt worden, jedoch sei kommuniziert worden, dass das Erreichen der Unternehmensziele im Defence-Bereich aufgrund der bisherigen Ergebnisentwicklung sicher eine besondere Herausforderung in den kommenden Monaten darstellen werde. Es werde nach wie vor mit einem Umsatz von rund 4,9 Mrd. Euro gerechnet. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern solle sich gleichzeitig auf Vorjahresniveau bewegen. Dabei werde im Bereich Automotive mit einer leicht besseren und im Bereich Defence mit einer etwas schwächeren Entwicklung gerechnet. Nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research erscheinen die Planzahlen weiter erreichbar, zumal der Auftragsbestand von gut 5 Mrd. Euro ein gutes Polster bildet.

Insgesamt seien die publizierten Halbjahreszahlen von Rheinmetall solide ausgefallen. Leicht enttäuscht sind die Analysten von Anleihencheck Research von der anhaltenden Ergebnisschwäche der Defence-Sparte. Im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise hätten zahlreiche Regierungen um den Globus ihre Haushaltsausgaben gesenkt, was auch zu Lasten der Verteidigungsausgaben gegangen sei. Hier sähen sie aber mittelfristig wieder Steigerungspotenzial. Dagegen entwickle sich der Automotive-Bereich weiterhin sehr gut und dürfte auch künftig eine wichtige Ertragssäule bleiben.

Der für Ende Juni geplante Börsengang der Automotive-Sparte sei aufgrund der angespannten Lage an den Kapitalmärkten bis auf weiteres verschoben worden. Das IPO der KSPG AG bleibe aber weiterhin eine Option, die Rheinmetall zu gegebener Zeit erneut prüfen werde. Auch für die Defence-Sparte könnte eine Veränderung anstehen. Presseberichten zufolge könnte Deutschlands größter Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) offen für Fusionsgespräche mit Rheinmetall sein. Ein Zusammenschluss der Rüstungs-Bereiche dürfte erhebliche Synergieeffekte sowie Vorteile auf der Preisseite mit sich bringen.

Nach der Sommerpause könnten diesbezüglich einige neue Nachrichten bzw. neue Gerüchte veröffentlicht werden. Dann sollte wieder etwas mehr Schwung in die mit einem KGV 2013e von rund 6 sehr günstig bewertet Rheinmetall-Aktie kommen. Bis dahin ist mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung zwischen 30 und 40 Euro zu rechnen.

Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die oben genannte Anleihe von Rheinmetall für ein sicheres Investment mit einer moderaten Verzinsung. (Analyse vom 22.08.2012) (22.08.2012/alc/a/a)


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