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15.02.12 09:03
Rheinmetall-Anleihe: Überdurchschnittliche Rendite bei moderaten Risiken

Westerburg (anleihencheck.de) - Der Analyst Sven Krupp von Anleihencheck Research hält die Unternehmensanleihe (ISIN XS0542369219 / WKN A1EWSC) des Mischkonzerns Rheinmetall (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) für ein interessantes Investment.

Die Unternehmensanleihe der Rheinmetall AG sei mit einem Kupon von 4,00% p.a. ausgestattet, was bei einem aktuellen Kurs von 103,25% einer jährlichen Anleiherendite von 3,30% entspreche. Das Papier laufe noch bis zum 22.09.2017 und die Stückelung betrage 1.000 Euro. Das Anleihe- und Emittenten-Rating durch Moody's sei "Baa3", was noch Investment-Grade entspreche.

Die Rheinmetall AG sei ein Technologiekonzern in den Märkten für Automobilzulieferung und Wehrtechnik. Im Bereich Automotive habe sich die Führungsgesellschaft KSPG AG mit ihren Geschäftsbereichen KS Kolbenschmidt, Pierburg, KS Aluminium-Technologie, Pierburg Pump Technology, KS Gleitlager und Motor Service auf Module und Systeme rund um den Motor spezialisiert. Die Defence Sparte des Rheinmetall Konzerns zähle mit ihren Geschäftsbereichen Fahrzeugsysteme, Waffen und Munition, Antriebe, Flugabwehr, Verteidigungselektronik, Elektrooptik sowie Simulation und Ausbildung zu den namhaften und großen Adressen der internationalen Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie.

Wie in der letzten Analyse der Analysten von Anleihencheck Research vermutet, sei die Rheinmetall AG zuletzt durch einen positiven Newsflow aufgefallen. Denn jüngsten Presseberichten zufolge hoffe der Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann auf einen Großauftrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wie das "Handelsblatt" (Montagausgabe) unter Berufung auf Branchenkreise berichtet habe, wollten die Golfstaaten bis zu 600 Radpanzer anschaffen und hätten dazu potenzielle Lieferanten angesprochen. Das Volumen des Auftrags könnte bei rund 1,5 Mrd. Euro liegen. Laut der Zeitung wollten sich Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann über ihr Joint Venture Artec um den Zuschlag bemühen.

Im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise hätten zahlreiche Regierungen um den Globus ihre Haushaltsausgaben gesenkt, was auch zu Lasten der Verteidigungsausgaben gegangen sei. Daher sei die aktuelle Nachricht positiv zu werten, zumal der noch relativ junge Radpanzer "Boxer" bereits bei den Streitkräften der Bundeswehr und den Niederlanden seine Diensttauglichkeit unter Beweis gestellt habe. Zwar sei mit einer Entscheidung der Golfstaaten nicht vor dem Frühjahr zu rechnen, doch würden die Analysten von Anleihencheck Research einem (Teil-)Zuschlag gute Chancen einräumen. Aber auch wenn Rheinmetall bei dem Panzer-Deal leer ausgehen sollte, hätten sich zuletzt die wirtschaftlichen Gewitterwolken etwas verzogen, so dass für 2012 und darüber hinaus mit einer robusten Entwicklung zu rechnen sei. Der Auftragsbestand von gut 5 Mrd. Euro bilde ein gutes Polster und für zusätzliche Fantasie könnte der geplante Börsengang der Automotive-Sparte sorgen.

Insgesamt erscheint den Analysten von Anleihencheck Research die oben genannte Anleihe von Rheinmetall als ein relativ sicheres Investment mit einer moderaten Verzinsung. Das Papier sei mit einer jährlichen Rendite von 3,30% immer noch eine interessante Alternative zu Staatsanleihen und Festgeld. (Analyse vom 15.02.2012) (15.02.2012/alc/a/a)


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