Westerburg (anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Staatsanleihe (ISIN USP17625AC16 / WKN A1A0AY) von Venezuela (amtlich auch bekannt als Bolivarische Republik Venezuela) für eine interessante Alternative für etwas risikofreudigere Anleger, die auch mit Währungsrisiken umgehen können.
Die Anleihe, emittiert vom südamerikanischen Staat Venezuela, sei mit einem Kupon von 12,75% ausgestattet, laufe noch bis zum 23.08.2022 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 US-Dollar auf. Bei einem aktuellen Kurs von 97,85 US-Dollar biete sie eine jährliche Rendite von 13,56%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit "B2" bewertet, was nicht mehr Investmentgrade-Status entspreche. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein hohes Kreditrisiko.
Zwar sei das Land stark von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten abhängig, doch da die Analysten von Anleihencheck Research hier mit keinen starken Preisrückgängen rechnen, sollte Venezuela auch in Zukunft über einen stabilen Haushalt verfügen. Zumal Anzeichen einer Stabilisierung der Weltwirtschaft zu erkennen seien.
Die Landeswährung, der sogenannte Bolívar fuerte, sei an den US-Dollar mit einem festen Kurs gekoppelt. Dieser betrage seit Januar 2011 4,30 US-Dollar. Damit sei von dieser Seite vorerst mit keinem Währungsrisiko zu rechnen, auch wenn grundsätzlich eine Abwertung der venezolanischen Währung nicht auszuschließen sei. Jedoch müssten in Euro anlegende Investoren den Wechselkurs EUR/USD berücksichtigen.
Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Venezuela für eine durchaus interessante Anlagealternative für risikofreudigere Anleger. Der attraktive Kupon von 12,75% gleiche die schwächere Bonität des Landes sowie mögliche Währungsrisiken, zumindest teilweise, aus. (Analyse vom 08.02.2012) (08.02.2012/alc/a/a)
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