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21.12.11 09:44
Bund- und Treasury-Renditen gestiegen

München (anleihencheck.de) - Der überraschend feste ifo-Index und erfolgreiche Emissionen spanischer und griechischer Geldmarktpapiere ließen gestern nicht nur die Aktien sondern auch Bund- und Treasury-Renditen steigen, so die Analysten der BayernLB.

10J Bunds hätten mit 1,975% 9 Bp, 10J US-Treasuries mit 1,935% sogar fast 12 Bp höher rentiert. Die Kurve habe sich bei festgezurrten Geldmarktsätzen entsprechend versteilt. Bei den Non-Bunds hätten im Spread von dem neuen Optimismus Spanien mit -15 Bp, Irland mit -12 Bp und Italien sogar mit -28 Bp profitiert. Die Märkte würden aber extrem illiquide bleiben. Die US-Auktion 5-jähriger Treasuries sei zufrieden stellend mit einem b/c-ratio von 2,86 und einer hohen indirekten Bieterquote verlaufen.

Heute komme um 11:15 Uhr der große 3-Jahres Tender der EZB (und auch der 3-Monats-Tender). Die Analysten würden ein Volumen von 200 bis 300 Mrd. Euro erwarten, u.a. aus dem fälligen 3-Monatstender aber auch Refinanzierungen von Banken, denen der Anleihemarkt zu akzeptablen Kursen derzeit verschlossen bleibe.

Nachdem gestern die US-Baubeginne und -genehmigungen deutlich besser als erwartet ausgefallen seien, dürften heute auch die Hausverkäufe tendenziell nach oben zeigen. Das Tief am Immobilienmarkt liegt damit hinter uns, so die Analysten der BayernLB. Allerdings habe jedwede Erholung aufgrund des geringen Gewichtes am BIP von nur noch 2% wenig Einfluss auf die Gesamtwirtschaft. Auch heute werde der Haushaltsstreit im Kongress die Nachrichten bestimmen.

Die deutschen Importpreise seien mit +0,4% gegenüber dem Vormonat und 6,0% gegenüber dem Vorjahr unerwartet stark gestiegen (erw. 5,3% gegenüber dem Vorjahr).

Ungarn habe gestern die Leitzinsen gleich um einen halben Prozentpunkt auf 7% erhöht. Damit solle nach dem Scheitern der Gespräche mit dem IMF über zusätzliche Kreditlinien der Forint gestützt werden. Die Bank of Japan habe heute früh ihren expansiven geldpolitischen Kurs bestätigt und sowohl die Leitzinsen als auch die quantitativen Maßnahmen unverändert gehalten, aber die Wirtschaftsaussichten nach unten revidiert. (21.12.2011/alc/m/a)



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