Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Finanzmärkte werden von den Nachrichten zum Nahost-Konflikt und zur Straße von Hormus beeinflusst, so die Analysten der Helaba.
Derzeit würden Marktteilnehmer auf fortgesetzte Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran setzen, die Risikobereitschaft sei gestiegen und die Renditen seien im Zuge rückläufiger Energiepreise gesunken. Zudem lasse EZB-Präsidentin Lagarde keine Neigung zu Zinserhöhungen erkennen. Ein Schritt Ende des Monats werde nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 20% gehandelt.
Datenseitig stehe heute nicht viel auf dem Programm. Zu erwähnen seien die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die nach wie vor ein niedriges Niveau aufweisen würden und mit einem soliden Beschäftigungsaufbau vereinbar seien. Zudem liefere der Philadelphia-Fed-Index einen Hinweis auf die derzeitige Stimmungslage im Industriesektor. Das Pendant der Fed von New York habe mit einem Indexanstieg überrascht, sodass es keine Hinweise für eine merkliche Abschwächung der konjunkturellen Dynamik gebe. In diesem Zusammenhang sei auf die Industrieproduktion verwiesen, von der im März nicht allzu viel zu erwarten sei. Der Index der geleisteten Arbeitsstunden lasse allenfalls auf eine Stagnation schließen. Mit einer Forcierung der Konjunktursorgen sei nicht zu rechnen, auch vor dem Hintergrund, dass zunehmend auf ein dauerhaftes Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten gesetzt werde. Die Energiepreise seien in der letzten Zeit gesunken, lägen aber noch klar oberhalb des Niveaus, das vor dem Militäreinsatz zu beobachten gewesen sei. Daher sei das Umfeld für die Industrieunternehmen, aber auch für die Verbraucher, schwieriger geworden. (16.04.2026/alc/a/a)
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