Logo
NEWS - Allgemein
www.anleihencheck.de
10.12.25 09:01
Nervosität der Anlegerschaft vor FED-Zinssitzung

Wien (www.anleihencheck.de) - Der zurückhaltende Wochenstart setzte sich gestern auf den globalen Aktienmärkten fort, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Grund dafür sei die Nervosität der Anlegerschaft vor der heutigen Zinssitzung der FED gewesen, welche am Abend (europäische Zeit) schlussendlich in den mit Spannung erwarteten Zinsentscheid gipfele. Blicke man auf die aktuellen Markterwartungen, könnte sich dieser für Anleger durchaus als ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk entpuppen, zumal eine Zinssenkung von 25 Basispunkten auf 3,5-3,75% von nahezu 90% der Marktteilnehmer eingepreist werde. Die hohe Wahrscheinlichkeit fuße vor allem auf der derzeitigen Datenlage, die einen sich eintrübenden Arbeitsmarkt bei einem moderaten Preisdruck signalisiere. In dieses Bild passe auch der gestern veröffentlichte JOLTS-Arbeitsmarktbericht, demzufolge sich zwar die offenen Stellen im Oktober auf höhere 7,67 Mio. (Konsens: 7,15 Mio.) belaufen hätten, während jedoch die Neueinstellungen verhalten ausgefallen seien. Neben der Zinsentscheidung selbst würden zudem die Kommentare des FED-Präsidenten Jerome Powell im Fokus stehen, die womöglich Einblicke in den geplanten weiteren Zinspfad gewähren würden. Der im Zuge der Zinssitzung veröffentlichte Ausblick der FED für 2026 sollte hingegen auf jeden Fall die aktuellen Einschätzungen der Notenbank deutlicher machen. RBI erwarte Aufwärtsrevisionen beim BIP-Wachstum und bei der Arbeitslosenquote aber auch Abwärtsrevisionen bei der Inflation.

Angesichts der bevorstehenden Zinssitzung habe sich die Anlegerschaft gestern kaum aus der Reserve locken lassen, sodass stärkere Kursbewegungen auf Indexebene die Ausnahme dargestellt hätten. An den europäischen Aktienmärkten habe der ATX mit fast +0,6% damit zu den größten Tagesgewinnern gezählt und abermals einen neuen Allzeithöchststand markiert. Knapp dahinter habe der DAX um rund 0,5% zulegen können, während der EURO STOXX 50 mit etwa -0,1% marginal eingebüßt habe. Noch ruhiger habe sich der Handelstag an den US-Börsen gestaltet. Dort hätten der Dow Jones sowie der S&P 500 Rückgänge in Höhe von rund 0,4% bzw. 0,1% verzeichnet. Der NASDAQ 100 habe mit einem Plus von 0,16% den Sprung in den positiven Bereich geschafft.

An den Rohstoffmärkten habe der Ölpreis leicht nachgegeben, nachdem er bereits am Montag um 2% gefallen sei. Dies habe weiterhin daran gelegen, dass ein Erfolg der aktuellen Friedensgespräche zur Beendigung des Krieges zwischen der Ukraine und Russland das Ende der internationalen Sanktionen gegen den russischen Rohstoffhandel nach sich ziehen könnte, wodurch sich das Öl-Angebot möglicherweise erhöhen würde. Heute Morgen notiere ein Barrel der Sorte Brent bei gut USD 62. Gold sei hingegen im Vorfeld der erwarteten Zinssenkung auf nun über USD 4.200 pro Feinunze gestiegen. Auch der Bitcoin habe etwas zugelegt und werde derzeit zu USD 92.500 gehandelt.

Die asiatischen Aktienmärkte würden sich heute Morgen gemischt präsentieren. Während die Börsen in China und Hongkong aktuell zu leichten Abschlägen handeln würden, tendiere der japanische TOPIX etwas fester. Die vorbörslichen Indikationen würden auf einen europäischen Handelsstart unter den Vortagesschlusskursen hindeuten. (10.12.2025/alc/a/a)



© 1998 - 2026, anleihencheck.de