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07.04.25 11:10
Norwegische Krone zeigt Muskeln - Zentralbank hält an straffer Geldpolitik fest

Paris (www.anleihencheck.de) - Mit einem Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Euro in den letzten vier Wochen stieg die Norwegische Krone zuletzt auf den höchsten Stand seit Dezember 2023, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung sei die Zinspolitik der Norwegischen Zentralbank. Im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank, die die geldpolitischen Zügel immer weiter lockere, habe die Norges Bank in der vergangenen Woche die Zinsen unverändert bei 4,5 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit über 16 Jahren belassen. Es sei die zehnte Sitzung in Folge gewesen, in der die Hüter der Krone den Leitzins unverändert gelassen hätten. Sie hätten damit ihre ursprünglich geplante Senkung verschoben, um auf den jüngsten Inflationsanstieg zu reagieren.

Im Januar dieses Jahres habe Norges-Bank-Gouverneurin Ida Wolden Bache angekündigt, dass der Leitzins "wahrscheinlich" im März dieses Jahres gesenkt werde. Die Kerninflation habe im Jahresvergleich mit 3,4 Prozent nicht nur deutlich über dem Januarwert von 2,8 Prozent, sondern auch über der Prognose der Zentralbank gelegen, die einen Rückgang auf 2,7 Prozent erwartet habe.

Dennoch sei die Norges Bank bei der Andeutung möglicher Zinssenkungen in diesem Jahr geblieben - ohne einen konkreten Termin zu nennen. Ihre vorsichtige Strategie unterstreiche ihre Entschlossenheit, die hartnäckige Inflation zu bekämpfen, bevor sie eine Lockerung der Geldpolitik in Erwägung ziehe. Die Krone dürfte daher in den kommenden Monaten stabil bleiben. (Ausgabe vom 04.04.2025) (07.04.2025/alc/a/a)


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