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12.02.25 11:33
Siemens Energy stark in das neue Geschäftsjahr gestartet - Positive Markttrends genutzt - Anleihenews

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Siemens Energy (ISIN DE000ENER6Y0/ WKN ENER6Y) veröffentlichte heute die Ergebnisse für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2025, das am 31. Dezember 2024 endete, so das Unternehmen in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Starker Start ins Jahr - Positive Markttrends genutzt

"Unser starkes erstes Quartal spiegelt die Marktchancen wider, die sich durch die steigende Stromnachfrage ergeben. Der sehr gute Cashflow ist hauptsächlich auf Wachstum in allen unseren Geschäftsbereichen, Vorauszahlungen und Verschiebungen von Zahlungen zurückzuführen. Wir fokussieren uns weiterhin auf profitables Umsatzwachstum und unsere technologische Führungsposition", sagt Christian Bruch, CEO der Siemens Energy AG.

• Siemens Energy ist stark in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die Nachfrage nach unseren Produkten entwickelte sich weiterhin positiv und die starke Auftragsentwicklung setzte sich fort. Das Vorjahresquartal wurde sowohl bei den Umsatzerlösen als auch beim Ergebnis vor Sondereffekten und dem Cashflow klar übertroffen. Alle Segmente trugen zu den Verbesserungen bei.

• Der Auftragseingang von Siemens Energy belief sich auf 13,7 Mrd. EUR. Damit lag er erwartungsgemäß unter dem hohen Niveau des Vorjahresquartals, in dem Grid Technologies und Transformation of Industry einen außergewöhnlich hohen Auftragseingang verzeichnet hatten. Das Book-to-Bill-Verhältnis (Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen) lag bei 1,53. Damit wuchs der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 131 Mrd. EUR.

• Die Umsatzerlöse stiegen auf vergleichbarer Basis (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) um 18,4% auf 8,9 Mrd. EUR. Alle Segmente verzeichneten Zuwächse.

• Das Ergebnis vor Sondereffekten von Siemens Energy hat sich mit 481 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (Q1 GJ 2024: 208 Mio. EUR), wurde jedoch erneut durch Siemens Gamesa zurückgehalten, allerdings in erheblich geringerem Maße als im Vorjahresquartal. Die Sondereffekte betrugen minus 18 Mio. EUR (Q1 GJ 2024: plus 1.670 Mio. EUR, im Zusammenhang mit Veräußerungen). Das Ergebnis von Siemens Energy belief sich auf 463 Mio. EUR (Q1 GJ 2024: 1.878 Mio. EUR).

• Der Gewinn nach Steuern betrug 252 Mio. EUR (Q1 GJ 2024: 1.582 Mio. EUR). Das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 0,23 EUR (Q1 GJ 2024: 1,79 EUR).

• Der Free Cashflow vor Steuern war mit plus 1.528 Mio. EUR (Q1 GJ 2024: minus 283 Mio. EUR) wesentlich stärker als erwartet. Dies war vor allem auf Projektanzahlungen und Verschiebungen von Kundenzahlungen zurückzuführen. Alle Segmente trugen zur Verbesserung bei.

• Aufgrund der Entwicklung im ersten Quartal geht der Vorstand nun davon aus, dass Siemens Energy die bisherige Prognose für den Free Cashflow vor Steuern von bis zu 1 Mrd. EUR übertreffen wird und beabsichtigt die Aktualisierung der Prognose für den Free Cashflow vor Steuern mit den Ergebnissen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025.

Siemens Energy

• Der Auftragseingang war im Vorjahresvergleich trotz der beachtlichen Zunahmen bei Gas Services und Siemens Gamesa rückläufig, bedingt durch das außergewöhnlich hohe Vorjahresniveau bei Grid Technologies und Transformation of Industry. Der Anteil des Servicegeschäfts erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal sehr stark. Gleichwohl entfiel der deutlich überwiegende Teil des Auftragseingangs auf das Neuanlagengeschäft.

• Das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei starken 1,53. Der Auftragsbestand übertraf zum wiederholten Mal das bisherige Rekordniveau und erhöhte sich auf 131 Mrd. EUR.

• Die Umsatzerlöse stiegen aufgrund der beträchtlichen Zunahme sowohl im Neuanlagen- als auch im Servicegeschäft.

• Das Ergebnis vor Sondereffekten und die entsprechende Marge nahmen sehr stark zu. Alle Segmente verzeichneten Ergebnisverbesserungen. Dies war vor allem beeinflusst durch das gestiegene Volumen, die Abarbeitung des Auftragsbestands mit höherer Marge sowie die dabei gezeigte starke operative Leistung. Hinzu kam ein günstigerer Geschäftsmix als vor einem Jahr.

• Die Sondereffekte enthielten im Vorjahr den Gewinn (vor Steuern) aus dem Verkauf eines 18%-Anteils der zentral gehaltenen Beteiligung an Siemens Limited, Indien.

• Die Entwicklung des Free Cashflow vor Steuern war durch sehr starke Verbesserungen in allen Segmenten bedingt. Zurückzuführen war dies vor allem auf Kundenanzahlungen und Timingeffekte, u.a. im Zusammenhang mit vorgezogenen Zahlungen seitens der Kunden.

Gas Services

• Der im Vorjahresvergleich starke Anstieg des Auftragseingangs war vor allem durch Großaufträge im Servicegeschäft bedingt. Das Wachstum war auf die Nachfrage in Amerika sowie im Nahen Osten zurückzuführen.

• Das Book-to-Bill-Verhältnis betrug 1,77. Der Auftragsbestand erhöhte sich auf 49 Mrd. EUR.

• Die Umsatzerlöse lagen aufgrund des beträchtlichen Wachstums im Servicegeschäft deutlich über dem Vorjahresniveau.

• Das Ergebnis vor Sondereffekten und die entsprechende Marge stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal stark. Ausschlaggebend waren das höhere Volumen im Servicegeschäft und eine verbesserte operative Leistung. Die Ergebnisentwicklung war zudem durch hauptsächlich währungsbedingte positive Einmaleffekte begünstigt.

Grid Technologies

• Der Auftragseingang lag, wie erwartet, unter dem außergewöhnlich hohen Niveau des Vorjahresquartals, das vor allem von Großaufträgen für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Systeme in Deutschland profitiert hatte.

• Grid Technologies verzeichnete ein Book-to-Bill-Verhältnis von 2,06 und der Auftragsbestand stieg auf 36 Mrd. EUR.

• Die Umsatzerlöse nahmen über alle Geschäfte hinweg stark zu, angeführt vom Wachstum im Lösungsgeschäft.

• Das im Vorjahresvergleich sehr stark gestiegene Ergebnis vor Sondereffekten und die Steigerung der entsprechenden Marge waren bedingt durch das gestiegene Volumen, operative Verbesserungen und die höhere Marge des abgearbeiteten Auftragsbestandes.

• Die negativen Sondereffekte des Vorjahresquartals standen vor allem im Zusammenhang mit dem Verkauf des Trench-Geschäftes.

Transformation of Industry

• Bedingt durch das außergewöhnlich hohe Volumen aus Großaufträgen im Vorjahresquartal - insbesondere aufgrund von zwei Aufträgen in den Geschäften Compression sowie Industrial Steam Turbines & Generators - ging der Auftragseingang zurück.

• Das Book-to-Bill-Verhältnis betrug 1,09. Der Auftragsbestand lag zum Quartalsende bei 8 Mrd. EUR.

• Die Umsatzerlöse stiegen in allen Geschäften, insbesondere aber durch die Abarbeitung des hohen Auftragsbestandes im Compression-Geschäft.

• Das Ergebnis vor Sondereffekten und die entsprechende Marge nahmen im Vergleich zum Vorjahresquartal sehr stark zu. Zurückzuführen war dies vor allem auf das gestiegene Volumen und daraus resultierende Degressionseffekte, eine starke operative Leistung sowie die vergleichsweise höhere Marge des abgearbeiteten Auftragsbestandes.

Siemens Gamesa

• Der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal sehr stark, da ein Anstieg im Offshore-Geschäft den Rückgang im Onshore-Geschäft bei Weitem übertraf. Das Offshore-Wachstum ergab sich in erster Linie durch einen Großauftrag in der Nordsee im Wert von 1,4 Mrd. EUR. Die Onshore-Aufträge waren durch die Nachwirkungen bzw. die Fortsetzung der temporären Unterbrechung der Vertriebsaktivitäten bei den 4.X- und 5.X-Plattformen beeinträchtigt.

• Das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,01. Der Auftragsbestand zum Quartalsende betrug 39 Mrd. EUR.

• Die Umsatzerlöse stiegen beträchtlich, wobei ein Rückgang im Ons-hore-Geschäft durch das Wachstum im Offshore-Geschäft mehr als ausglichen wurde.

• Das Ergebnis vor Sondereffekten war weiterhin negativ, verbesserte sich aber beträchtlich gegenüber dem Vorjahresquartal. Dafür war in erster Linie das fortgesetzte Wachstum im Offshore-Geschäft verantwortlich. Gleichwohl wurde das Ergebnis weiterhin durch die Folgewirkungen aufgrund der Kostensteigerungen im Zusammenhang mit dem Hochlauf der Offshore-Aktivitäten sowie der Qualitätsprobleme im Onshore-Bereich zurückgehalten.

• Der Anstieg der negativen Sondereffekte resultierte aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Windgeschäftes.

Überleitung Konzernabschluss

Die Überleitung Konzernabschluss umfasst Posten, die das Management als nicht aussagekräftig für die Leistung der Segmente erachtet - insbesondere Konzernführungskosten (Leitung und zentrale Funktionen) und weitere zentrale Posten, Treasury-Aktivitäten sowie Konsolidierungen. Zu den weiteren zentralen Posten zählen Lizenzentgelte für die Marke Siemens, zentrale Dienstleistungen (z.B. Betreuung des Immobilienportfolios des Konzerns), zentrale Projekte und Beteiligungen sowie sonstige Posten.

Ausblick

Weiterhin gehen wir für das Geschäftsjahr 2025 von insgesamt günstigen Rahmenbedingungen im relevanten Marktumfeld von Siemens Energy aus. Das Wachstum des Stromverbrauchs, Ersatzinvestitionen und die Notwendigkeiten der Energiewende erfordern Investitionen in die Energieinfrastruktur, die alle Geschäfte von Siemens Energy begünstigen. Bei Siemens Gamesa arbeiten wir weiter an den Maßnahmen, um im Geschäftsjahr 2026 Break-even zu erreichen. Wir streben weiter die Aufnahme der Vertriebsaktivitäten für die 5.X-Onshore-Turbine im Laufe des Geschäftsjahres 2025 an.

Wir erwarten für Siemens Energy im Geschäftsjahr 2025 ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) in einer Bandbreite von 8% bis 10% und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen 3% und 5% zu erreichen. Wir gehen davon aus, dass wir einen Gewinn nach Steuern um den Break-even erzielen werden, ohne Berücksichtigung der erwarteten positiven Sondereffekte infolge der Abspaltung des Energiegeschäftes von Siemens Limited, Indien. Aufgrund der Entwicklung im ersten Quartal gehen wir nun davon aus, die bisherige Prognose für den Free Cashflow vor Steuern in Höhe von bis zu 1 Mrd. EUR zu übertreffen. Wir beabsichtigen die Aktualisierung der Prognose für den Free Cashflow vor Steuern mit den Ergebnissen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025.

Im Ausblick für Siemens Energy sind keine Belastungen im Zusammenhang mit rechtlichen und regulatorischen Angelegenheiten enthalten.

Allgemeine Annahmen je Geschäftsbereich

Gas Services geht von einem vergleichbaren Wachstum der Umsatzerlöse von 7% bis 9% und einer Ergebnis-Marge vor Sondereffekten von 10% bis 12% aus.

Grid Technologies plant ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse von 23% bis 25% sowie eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen 10% und 12% zu erreichen.

Transformation of Industry unterstellt ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse von 11% bis 13% und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten von 8% bis 10%.

Siemens Gamesa geht von einem vergleichbaren Wachstum der Umsatzerlöse von minus 9% bis minus 5% sowie einem negativen Ergebnis vor Sondereffekten von rund 1,3 Mrd. EUR aus. (12.02.2025/alc/n/a)


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