Paris (www.anleihencheck.de) - Die Inflation kommt, die Inflation geht - und nun kommt sie wieder, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Im Dezember habe sie gegenüber dem Vorjahresmonat bei 2,6 Prozent gelegen. Einige Monate zuvor, im September, seien es nur 1,6 Prozent gewesen. Doch der Blick trüge. Richtig sei nämlich auch, dass man im Januar 2024 noch bei 2,9 Prozent gelegen habe, und unter dem Strich habe sich die Inflationsrate im zurückliegenden Jahr also rückläufig entwickelt, wenn auch unter Schwankungen.
Nun, dass die Inflation zumindest seit September wieder angezogen habe, habe Gründe. Ein Grund sei, dass der Ölpreis in diesem Zeitraum wieder leicht angestiegen sei, von 70 Dollar je Brent-Barrel auf 75 Dollar Ende Dezember. Zudem sei im November Donald Trump ins Weiße Haus gewählt worden, auch das könnte zur Inflation beigetragen haben. Er plane ja umfangreiche Handelszölle, was den einen oder anderen Verbraucher vielleicht dazu bewogen haben könnte, noch schnell eine Anschaffung zu tätigen, bevor die Zölle kämen. Außerdem reagiere der Markt auf solche Pläne und nehme die aus den Handelszöllen resultierenden möglichen Preisschübe quasi vorweg. Und dann sei da ja noch das Weihnachtsgeschäft gewesen, das vielleicht Einzelhändler dazu bewogen haben könnte, Preise kurzfristig anzuheben.
Die Analysten würden denken, man habe gute Chancen, dass sich die Inflation im ersten Quartal wieder rückläufig entwickle. Setze Trump zudem seinen Plan um, die Öl- und Gasförderung auszubauen - was unter Klimaschutzaspekten nicht gut, unter Teuerungsaspekten aber zu begrüßen wäre - sei auch für das Gesamtjahr 2025 mit fallenden Inflationsraten zu rechnen. Die Analysten würden wetten, dass man Ende 2025 deutlich unter 2 Prozent liegen werde. Damit sei klar, dass auch die Zinsen weiter gesenkt würden, vor allem in Europa, hier laufe die Wirtschaft ja eher nicht so gut. Für Aktien sei das erst einmal ein positives Umfeld. (10.01.2025/alc/a/a)
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