Paris (www.anleihencheck.de) - Für den Schweizer Franken endet das zu Ende gehende Jahr gegenüber der Gemeinschaftswährung fast so, wie es begonnen hat: Notierte der Euro Anfang Januar knapp unter 0,93 Franken, lag er zuletzt knapp darüber, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Nachdem Ende Mai fast die Parität erreicht worden sei, nähere sich die Währung der Eidgenossen nun wieder ihrem Allzeithoch. Dabei habe die schweizerische Nationalbank (SNB) erst in der vergangenen Woche überraschend die Zinsen gleich um 50 Basispunkte auf 0,5 Prozent gesenkt. Ökonomen hätten lediglich mit einem Viertelprozentpunkt gerechnet. Sie habe damit auf den markanten Rückgang der Inflation in diesem Quartal reagiert. Im August habe die Teuerung noch 1,1 Prozent betragen, im November nur noch magere 0,7 Prozent. Und für das kommende Jahr erwarte das SNB-Direktorium lediglich eine Teuerung von 0,3 Prozent. Im September habe die Prognose mit 0,6 Prozent noch doppelt so hoch gelegen.
Zwar würden die höheren Zinsen in der Eurozone für die Gemeinschaftswährung sprechen, aber ein handfester Grund für den starken Franken sei neben den enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Eurozone auch die fragile Geopolitik, die einige Investoren in die als sicher geltende Helvetien-Währung treiben dürfte. Solange die Schweiz zudem mit einem hohen Leistungsbilanzüberschuss punkte und preisunempfindliche Güter wie pharmazeutische Produkte exportiere, könnte sich an der langfristigen Stärke des Frankens womöglich wenig ändern. (Ausgabe vom 20.12.2024) (23.12.2024/alc/a/a)
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