London (www.anleihencheck.de) - Zwar fielen die Inflationsdaten in den letzten beiden Tagen etwas schlechter aus als erwartet und als von der FED und dem Markt idealerweise erhofft, so Greg Wilensky, Head of US Fixed Income bei Janus Henderson Investors.
Dennoch hätten die FED und der Markt alles, was sie brauchen würden, um die FED auf Kurs für eine erste Zinssenkung im September zu halten. Und eine weiche Landung dürfte das wahrscheinlichste Ergebnis sein.
Bis zur September-Sitzung würden noch viele Daten hinzukommen, darunter zwei VPI-Daten, sodass eine Zinssenkung im September keineswegs sicher sei. Dies könnte die Marktvolatilität erhöhen. Allerdings hänge die Messlatte für einen Verzicht der FED auf eine Zinssenkung im September immer höher.
Es werde erwartet, dass diese PCE-Daten die jüngsten Trends auf dem Treasury-Markt, nämlich niedrigere Renditen und eine steilere Kurve, weiter unterstützen würden. Die Experten würden ihr Durationsexposure lieber auf die 5-jährige Laufzeit konzentrieren und hätten einen weniger positiven Ausblick für das lange Ende der Kurve.
Vor allem aber würden diese Inflationsdaten das Vertrauen der Experten in die Fähigkeit hochwertiger Fixed-Income-Anlagen stärken, risikoreichere Anlagen wie Aktien auszugleichen, sollten sich die Aussichten auf eine "nicht ganz so weiche" Landung verschieben. Diese Eigenschaft der Absicherung nach unten bestehe auch zu einer Zeit, in der die von diesen Wertpapieren oder Portfolios gebotenen Erträge so hoch seien wie seit der Zeit vor der Weltwirtschaftskrise nicht mehr. (Ausgabe vom 26.07.2024) (29.07.2024/alc/a/a)
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