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10.07.24 12:11
Neuseeländische Zentralbank: Dovishe Erklärung

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Neuseeländische Dollar ist heute die am schlechtesten abschneidende Hauptwährung und die RBNZ kann dafür verantwortlich gemacht werden, so die Experten von XTB.

Die Neuseeländische Zentralbank habe die Zinssätze zwar unverändert belassen und damit den Erwartungen des Marktes entsprochen, habe aber neben der Entscheidung auch eine dovishe Erklärung abgegeben. Die RBNZ habe erklärt, sie erwarte, dass die Gesamtinflation in der zweiten Jahreshälfte in den Zielbereich von 1 bis 3% zurückkehren werde. Diese Aussage habe die Hoffnungen der Märkte auf einen raschen Beginn des Lockerungszyklus in Neuseeland erheblich gestärkt.

Die Geldmärkte würden jetzt mit einer Lockerung um 14 Basispunkte für die August-Sitzung und um 33 Basispunkte für die Oktober-Sitzung rechnen. Dies bedeute, dass die Märkte eine über 50%-ige Chance sehen würden, dass die erste Zinssenkung bereits im nächsten Monat erfolgen werde. Es sei daran erinnert, dass die Märkte vor der heutigen Sitzung eine 26%-ige Chance für eine Zinssenkung im August gesehen hätten.

Bis zum Jahresende werde derzeit eine Lockerung um insgesamt 60 Basispunkte eingepreist, was auf zwei oder drei Zinssenkungen der RBNZ schließen lasse. Es sei zu beachten, dass im Jahr 2024 nur noch drei RBNZ-Sitzungen (August, Oktober und November) anstünden, sodass unabhängig davon, ob die erste Senkung im August oder im Oktober erfolge, weitere Senkungen auf den nächsten Sitzungen folgen würden.

Ein Blick auf das NZD/USD-Chart zeige, dass das Paar nach der heutigen RBNZ-Entscheidung eine deutliche Abwärtsbewegung vollzogen habe. Das Paar habe sich von der Widerstandszone bei 0,6130 zurückgezogen, die durch den gleitenden 200-Perioden-Durchschnitt gekennzeichnet sei, und sei unter den gleitenden 50-Perioden-Durchschnitt und die Unterstützungsmarke bei 0,6100 gefallen. NZD/USD nähere sich derzeit einem lokalen Tief vom 3. Juli 2024 im Bereich von 0,6870, ein Durchbruch darunter würde den Weg für eine Bewegung in Richtung der Unterstützung von 0,6050 ebnen.

Die Paarung könnte heute Nachmittag wieder etwas mehr Volatilität erfahren, wenn der FED-Vorsitzende Powell vor dem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses zum zweiten Tag seiner halbjährlichen Anhörungen erscheine (16:00 Uhr dt. Zeit). Der Text der Anhörung werde jedoch derselbe bleiben wie gestern, Überraschungen könnten sich nur aus seinen Antworten auf die Fragen der Gesetzgeber ergeben. (10.07.2024/alc/a/a)


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