Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Bank of Japan hat heute die Zinssätze unverändert auf dem Niveau von 0,1 % belassen, was zu einer weiteren Welle der Abwertung des japanischen Yen führte, da USD/JPY den Wert von 156 erreichte, den höchsten Stand seit 34 Jahren, so die Experten von XTB.
Die Bank habe die mediane Kern-CPI-Prognose für das Geschäftsjahr 2024 auf 2,8% gegenüber 2,4% im Januar erhöht, aber der Kern-CPI solle bis 2026 voraussichtlich 1,9% erreichen.
Hier seien einige Höhepunkte aus dem vierteljährlichen Bericht der BoJ, der eine moderate Erholung der japanischen Wirtschaft gezeigt habe, trotz einiger noch beobachtbarer Schwächen.
Die BoJ erwarte weiterhin eine unterstützende monetäre Politik "vorläufig", trotz widerstandsfähigem privaten Konsum und steigender Preise. Die Bank werde die Entscheidung vom März befolgen und JGBs und Unternehmensanleihen kaufen (aber den Verweis auf monatliche Käufe von JGBs im Wert von 6 Billionen Yen entfernt hätten). Medianprognose für das reale BIP im Geschäftsjahr 2024: 0,8% gegenüber 1,2% im Januar. Medianprognose für das reale BIP im Geschäftsjahr 2026: 1%.
Die Bank of Japan könnte den Grad der monetären Lockerung anpassen, wenn die Trendinflation steige. Die BoJ könnte den Grad der monetären Lockerung anpassen, wenn die Trendinflation steige. Im Bericht sei darauf hingewiesen worden, dass "Wachsamkeit" hinsichtlich Währungs- und Marktbewegungen und ihrer Auswirkungen auf Wirtschaft und Preise erforderlich sei. Die japanische Wirtschaft bleibe unsicher, die Preise würden hoch bleiben. Moderate Zunahme der Inflationserwartungen. Potenzielle Risiken würden sich aus Devisenkursen, globalen Rohstoffpreisen und höheren Importpreisen ergeben.
Die Bank erwarte eine anhaltende Stärkung des positiven Kreislaufs steigender Löhne und Inflation. Es sei zu beobachten, dass eine zunehmende Anzahl von Unternehmen Lohnerhöhungen an Verkaufspreise weitergebe. Der Konsum solle sich allmählich erhöhen. Insgesamt würden die Märkte den Bericht der BoJ als taubenhaft ansehen, weil die Bank anscheinend nicht von widerstandsfähigen Verbrauchern und höheren Inflationserwartungen eingeschüchtert sei. Es habe keine Signale für radikale Veränderungen gegeben und darüber hinaus habe die Bank das BIP für das Geschäftsjahr 2024 gesenkt, was im Gegensatz zu den höheren Inflationsperspektiven stehe.
USD/JPY (Tageschart)
Das USD/JPY-Paar habe zweimal die wichtigen Unterstützungsniveaus des SMA200 im Jahr 2023 verteidigt. Die aktuelle Bewegung signalisiere ein extrem überkauftes Niveau (RSI), das zu einer kurzfristigen Korrektur führen könne, aber solange die Haltung der BoJ taubenhaft sei, hätten wir einen sehr starken langfristigen Antrieb zur Abwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar, da die Federal Reserve die Zinssätze seit fast drei Jahrzehnten nahe Rekordhochs halte. (26.04.2024/alc/a/a)
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