Brüssel (www.anleihencheck.de) - Wir erwarten keine größeren Überraschungen von der Bank of England, die noch einige Monate von einer Zinssenkung entfernt ist - ein Punkt, den der MPC am Donnerstag wahrscheinlich bekräftigen wird, so Matthew Ryan, Head of Market Strategy bei Ebury.
Die Daten zur Inflation und zu den Löhnen im Vereinigten Königreich seien seit der letzten Sitzung überraschend gesunken, doch seien beide nach wie vor viel zu hoch, als dass sie eine Änderung der Zielvorgaben rechtfertigen würden. Es werde weder einen geldpolitischen Bericht noch eine Pressekonferenz geben, aber in der Erklärung werde wahrscheinlich betont werden, dass die Politik restriktiv bleiben werde und die Zinssätze "unter Beobachtung" gehalten werden sollten.
Schweizerische Nationalbank (Donnerstag)
Die SNB-Entscheidung in dieser Woche werde eine der am genauesten beobachteten seit geraumer Zeit sein. Da die Inflation in der Schweiz im Rahmen der Zielvorgaben liege und knapp über 1% betrage, seien erhebliche Fortschritte in Richtung des Preisziels gemacht worden, und die Argumente für eine Zinssenkung seien stichhaltig. Dennoch würden die Märkte nur mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1:3 für eine Zinssenkung in dieser Woche rechnen, was darauf hindeute, dass die Risiken für den Franken im Falle einer sofortigen Senkung eher auf der Negativseite lägen.
Ebury halte die Juni-Sitzung für einen realistischeren Zeitpunkt für den Beginn von Zinssenkungen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass der Ausverkauf des Frankens seit Anfang des Jahres in gewisser Weise als geldpolitische Lockerung gewirkt habe. Eine mutige Entscheidung für eine Zinssenkung wäre jedoch nicht untypisch für die SNB, die in ihrer Geschichte schon oft gegen den Strom geschwommen sei. Abgesehen von der Zinsentscheidung selbst würde es Ebury nicht überraschen, wenn die Bank ihre Rhetorik gegenüber dem Wechselkurs weiter abschwächen und möglicherweise eine Präferenz für einen schwächeren Franken signalisieren würde. Ebury glaube auch, dass eine deutliche Abwärtskorrektur der Inflationsprognosen bevorstehe. Dies würde nach Ansicht von Ebury den Beginn von Zinssenkungen im Juni einläuten. (19.03.2024/alc/a/a)
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